Visual Studio 2010 - kleine Innovationen machen Entwickler produktiver

Im April wird Visual Studio 2010 als der Nachfolger von Visual Studio 2008 offiziell ausgeliefert. Auch wenn Microsoft die Methodik der Software-Entwicklung nicht neu erfinden will, wird das kommende Release kleinere Innovationen bieten, die ein gemeinsames Ziel haben. Software-Entwickler produktiver zu machen.

  

» Von Peter Monadiemi, 17.02.2010 23:20.

Ein wichtiges Detail vorweg. Wenn von Visual Studio die Rede ist, ist damit im gleichen Atemzug meistens die Programmierung unter Managed Code mit C#, Visual Basic und neuerdings F# gemeint. Visual Studio war jedoch immer schon das Entwicklungswerkzeug für C++-Entwickler - erst mit der Version 7.0 kamen die Managed Code-Sprachen C# und Visual Basic (.NET) hinzu. Das neue Visual Studio 2010 hat daher auch für C++-Entwickler einiges zu bieten, zum Beispiel was den Komfort beim Umgang mit großen Projekten angeht. Auch die guten, alten MFC- und ATL-Assistenten wurden wieder reaktiviert, so dass C++-Entwickler, die die letzte oder vorletzte Version von Visual Studio ausgelassen haben, einige vertraute Elemente wiederfinden werden. Im Folgenden geht es in erster Linie um Neuerungen, die Managed Code-Entwickler betreffen.

Verbesserungen beim Code-Editor



Der Umstand, dass Visual Studio als in C++ entwickelte Anwendung von den Microsoft Foundation Classes (MFC) auf die Windows Presentation Foundation (WPF) umgestellt wurde, macht sich vor allem in Kleinigkeiten bemerkbar. Dazu gehört der Umstand, dass sich die Schriftgröße beim Drehen am Mausrädchen bei gedrückter [Strg]-Taste, der Vektorgrafik-Darstellung sei es gedankt, stufenlos verstellen lässt. Auch die zweite Kleinigkeit wird nicht sofort sichtbar. Visual Studio 2010 unterstützt endlich mehrere Monitore, da sich ein IDE-Fenster aus dem Anwendungsfenster heraus über den Desktop bewegen lässt. Was in kommenden Visual Studio-Versionen oder mit Hilfe von Add-Ons von Drittanbietern möglich sein wird, deuten die neuen DataTipps dezent an. In die kleinen Kästchen, in denen während einer Programmunterbrechung der Wert des aktuell selektierten Ausdrucks angezeigt wird, lassen sich Kommentare einfügen. Ein kommentiertes DataTipp-Fenster bleibt sichtbar, wenn die Debugging-Sitzung fortgesetzt wird, und kann auf dem Bildschirm verschoben werden, so dass Entwickler ihre Anmerkungen während einer Debugging-Sitzung wie Postit-Zettel sammeln können.

Intellisense ist bei Visual Studio 2010 ein wenig intelligenter geworden, in dem nach der Eingabe der ersten Zeichen in der Auswahlliste nur jene Namen erscheinen, in denen die eingegebenen Namen enthalten sind und nicht mehr jene Namen, die in der ,,Nachbarschaft" des Anfangsbuchstaben befinden. Dies ist enorm praktisch, da man oft nur Fragmente von Klassennamen kennt oder auf gut Glück den passenden Namen ausfindig machen kann.






Abbildung 1: Auswahllisten zeigen die Namen an, in denen die eingegebenen Zeichen enthalten sind

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der IDG Communications AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.