Verteidigungslinie für Linux

Eine Gruppe von Linux-Unterstützern plant, Patente aufzukaufen, die bis vor Kurzem noch im Besitz von Microsoft waren.

    

» Von Jens Stark, 09.09.2009 09:37. Letztes Update, 09.09.2009 09:40.

Konkret will das Open Invention Network (OIN), das so illustre Mitglieder wie IBM, NEC, Sony, Novell, Phillips und Red Hat hat, insgesamt 22 Patente erwerben, die ursprünglich von Microsoft stammen und nun dem Allied Security Trust (AST) gehören. Nach Angaben von OIN-Chef Keith Bergelt handelt es sich dabei um Linux-Patente, die von Microsoft vermarktet und verkauft wurden.

AST, dem Firmen wie Hewlett-Packard, IBM und Verizon angehören, ist zu dem Zweck gegründet worden, Patente zu erstehen, um Drittfirmen vor Petentsrechtsklagen zu schützen. Die 22 Linux-Patente konnte AST in einer privaten Auktion von Microsoft ersteigern. Zu der Versteigerung sei OIN nicht zugelassen gewesen, erklärt Bergelt.

Auch OIN will wie AST Patente aufkaufen. Ziel ist es aber speziell die Open-Source-Community vor Klagen zu schützen. Vor allem soll verhindert werden, dass sogenannte Patent-Trolle in Besitz der Schutzurkunden kommen. Dabei handelt es sich um Firmen, die Patente zum Teil wahllos aufkaufen, um dann Drittunternehmen wegen Verletzung des Erfindungsschutzes einzuklagen.

"Solche Verfahren verbreiten Unsicherheit bei möglichen Linux-Anwendern und hält sie davon ab, auf Open Source zu setzen", meint Bergelt. Somit schütze der Aufkauf der Patente die Linux-Gemeinde in doppelter Hinsicht. Laut Bergelt sollen die betroffenen Patente noch heute auf der Webseite von OIN veröffentlicht werden.

 

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Open Invention Network

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