Thunderbird hat Zukunft

Mozillas Europa-Präsident, Tristan Nitot, meldet sich bei der aktuellen Debatte rund um den Mail-Client Thunderbird zu Wort und gibt dem Projekt eine Zukunft.

  

» Von Harald Schodl, 06.08.2007 12:22.

Nitot beteuert, dass der Mail-Client Thunderbird wichtig ist für Mozilla, unterstreicht aber auch, dass Firefox Vorrang hat. Die Weiterentwicklung unter dem Dach von Mozilla sei schwer vorstellbar. Einerseits würde die Community hinter Thunderbird fehlen, so dass die Ressourcen für ein Fortbestehen zu knapp seien. Viele der Programmierer, die ihre Dienste Mozilla zur Verfügung stellen, wollen an Firefox arbeiten. Man kann diese dann nicht wie Angestellte einem anderen Projekt zuordnen, meint Nitot. Zudem habe Firefox die höchste Priorität. Da es bei dem Konkurrenzkampf mit Microsofts Internet Explorer um das offene Web gehe, dürfe man nicht versagen. Bei E-Mail sei dies anders, dies funktioniere einfach, unabhängig auf welcher Plattform. Es sei jedoch ein Markt vorhanden, mit dem sich Geld verdienen liesse. Es gibt Unternehmen, die nach Outlook-Alternativen Ausschau halten. Damit Thunderbird zur ernsthaften Konkurrenz werden könne, brauche es jedoch eine Führungskraft, die eine Vision für den Mail-Client habe und dessen Entwicklung vorantreibe.

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