Swisscom: erneut miese Noten für Tamedia-Outsourcing
» Von , 08.02.2010 10:00.
Im Frühling 2007 geriet Swisscom IT Servcies in die Schlagzeilen, weil sich bei Tamedia Reklamationen über umständliche Servcie-Techniker und fehlendes Branchenwissen häuften. Swisscom gelobte Besserung, doch bereits im Oktober 2007 sagte Haiss im Tamedia-Mitarbeitermagazin ,,Doppepunkt", man sei mit Swisscom zwar in den Bereichen PC, Server und Netz zufrieden, bei den meisten Applikationen und beim Branchen-Wissen beurteile er die Leistungen von Swisscom als ,,durchzogen" und im SAP-Umfeld gar als ,,nicht zufriedenstellend". Haiss dachte damals sogar laut über Insourcing oder Outsourcing an andere Anbieter in den Bereichen Applikationen und Online nach. Heute, zwei Jahre später, liegt Swisscom im Urteil der Tamedia-Angestellten nicht nur weiterhin unter dem Benchmark, sondern hat sich sogar weiter verschlechtert. Die IT der im Herbst 2007 übernommenen Espace Media (Berner Zeitung, Der Bund, Thuner Tagblatt, Tele Bärn etc.), die weiterhin intern betrieben wird, schneidet hingegen deutlich besser ab als die an Swisscom ausgelageten Dienste von Tamedia in Raum Zürich.
Frühzeitiger Ausstieg kein Thema
Der Vertrag zwischen Tamedia und Swisscom ist bis Ende 2012 befristet, weshalb ein Aussstieg zum heutigen Zeitpunkt für Tamedia nicht sinnvoll wäre. Die Kosten für einen Ausstieg kurz vor Ablauf der Vertragsdauer würden einen möglichen Nutzen für die Anwender kaum rechtfertigen. So ist denn für Tamedia ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Vertrag kein Thema, wie Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer auf Anfrage sagt. Das Outsourcing der Informatik hätte für Tamedia in verschiedenen Bereichen, beispielsweise bei der Infrastruktur, deutliche Verbesserungen mitsichgebracht. ,,In anderen Bereichen, beispielsweise beim Service-Desk und dem Kontakt vor Ort, sind wir noch nicht am Ziel." Es werde aber vermutlich immer so sein, dass Mitarbeitende den Gang ins nächste Büro oder den Anruf bei einem internen Kollegen dem telefonsichen Erstkontakt mit einem Service-Desk vorziehen, so Zimmer. Dennoch: Ein rein psychologisches Phänomen scheint die Unzufriedenheit mit Swisscom nicht zu sein, sollen doch zum wiederholten Male gemeinsam mit Swisscom und Tamedia-Mitarbeitenden Verbesserungsmassnahmen erarbeitet werden.







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