St. Gallen top, Zürich flop

  

» Von Mark Schröder, 26.02.2009 10:00.

Kantone gesucht
Was nützt die beste Kantons-Webseite, wenn sie kaum zu finden ist? Beispiel Google.ch: 11 von 26 Startseiten sind nicht auf Platz eins. Die Gründe sind unterschiedlich, Genf, Zürich und Zug haben es schwerer als Kantone, bei denen es keine Städte mit gleichem Namen gibt. Jura tritt gegen den Kaffeemaschinenhersteller an und verliert. Die Konsequenz ist, dass die Kantons-Website erst auf der zweiten Trefferseite der Internetsuche zu finden ist.

Jura bei der Google-Suche Nummer 12 und Zürich auf Platz 7 erhalten mit den schlechten Google-Platzierungen aber auch die Quittung für ihre schlampige Suchmaschinenoptimierung. Dabei gelten «sprechende URLs» als wichtiger Faktor. Sie fehlen beiden Kantons-Homepages. Das Portal der Region Zürich (www.zuerich.ch) und die Infoseite des schweizerischen Kaffeemaschinenherstellers (www.jura.com) machen es besser. Sie teilen dem Besucher schon in der Adresszeile des Browsers mit, auf welcher Internetseite er sich befindet.

In St. Gallen finden auch Unternehmensvertreter rasch Informationen
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Fazit: noch viel zu verbessern
Insgesamt gesehen sind in der Ostschweiz die besten Internetprogrammierer und Webmaster am Werk: Der St. Galler Onlineauftritt überzeugt mit einer einheitlichen Benutzerführung, die nicht beim Verlauf aufhört, sondern sich in der Browseradresszeile fortsetzt.

Weitere Pluspunkte sind die zweisprachige Ausführung in Deutsch und Englisch sowie eine eigene Startseite nur für Unternehmen. Die Webseite des Kantons Zürich fällt dagegen durch und findet sich auf dem zweitletzten Platz wieder. Ungenügende Usability, mangelhafte Angebote und schludrige Programmierung sorgen für das peinliche Resultat.

Aber selbst bei den besseren Angeboten liegt noch manches im Argen. Typisches Beispiel ist unser Testsieger St. Gallen: Zwar kann man sich dort bei einem Umzug übers Internet ummelden. Die zu überwindenden Hürden (unter anderem ein elektronisches Zertifikat für satte 90 Franken, das selbstverständlich persönlich am Postschalter abzuholen ist) sind jedoch dermassen hoch, dass der Dienst in dreieinhalb Jahren von ganzen fünf Personen genutzt wurde.

Download:

Ergebnistabelle des Kantons-Rankings

Bildergalerie: die besten Kantons-Websites



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