So werden iPhone-Entwickler geknebelt

Apple hält bei der Entwicklung von Apps für iPhone, iPod Touch und iPad die Zügel fest in der Hand. Wer Anwendungen für die Geräte schreiben will, muss einen rigiden Vertrag unterschreiben.

    

» Von idg, 11.03.2010 11:04.

Obwohl über 100'000 App-Entwickler das «iPhone Developer Program License Agreement» unterzeichnet haben, gelangten bis vor kurzem kaum Einzelheiten aus dem Abkommen an die Öffentlichkeit - Apple lässt die Entwickler eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichen, bevor sie das iPhone SDK nutzen dürfen.

Dank des US-amerikanischen Freedom of Information Act (FOIA) ist es der Non-Profit-Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF) nun gelungen, eine Kopie der Vereinbarung von der NASA einzufordern und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das Dokument rückt Apple in kein gutes Licht. So wird in epischer Breite dargelegt, dass der Entwickler eine Reihe von Ansprüchen an der künftigen Anwendung aufgeben muss, bevor er auch nur eine einzige Codezeile geschrieben hat. Einige Regeln sind dabei noch einigermassen vertretbar, etwa das Verbot des Reverse Engineering und des Erstellens von Anwendungen, welche die Sicherheit, digitales Rechte-Management, oder Verifizierungs- und Authentifizierungsmechanismen ausser Kraft setzen. Apple verlangt aber auch, dass mit dem iPhone SDK geschriebene Apps nur über den App Store verteilt werden dürfen. Gleichzeitig sichert sich das Unternehmen das Recht, eine Anwendung ohne Angabe von Gründen abzulehnen - selbst wenn sie formal die Kriterien erfüllt. Zudem lässt sich der Konzern bescheinigen, dass er bereits auf iPhones installierte Anwendungen wieder entfernen darf, indemer ihnen das digitale Zertifikat entzieht.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: «Haftungssumme 50 Dollar»

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