Schweizer Online-Shops im Vergleich

    

» Von Jens Stark, 24.11.2009 11:00.


Ungenügend schneiden die Shops bei den Zahlungsarten ab. Lediglich 33 der 120 bewerteten Webshops liefern die Ware gegen Rechnung aus. Die Kreditkarte ist und bleibt mit Abstand das gängigste Zahlungsmittel im Webhandel, eine Tatsache, die das Onlineshopping nicht attraktiver macht: «Es gibt immer noch viele Konsumenten, die sich aus Sicherheitsbedenken weigern, im Internet ihre Kreditkartennummer anzugeben», sagt Ralph Weber, Experte für Unterhaltungselektronik bei Comparis.ch. Für diese potenziellen Kunden gebe es immer noch keine sinnvolle Alternative. Sie würden dem Webhandel wohl auch in Zukunft fern bleiben. Dazu komme, dass viele Shops bei Zahlungen mit Kreditkarte oftmals Gebühren verlangen, was diese Zahlungsart noch zusätzlich unattraktiv mache.

Verglichen mit früheren Bewertungen von Comparis.ch haben die Webshops dieses Mal bei Kundenrechten besser abgeschnitten, sind teilweise aber immer noch verbesserungswürdig. Im Garantiefall übernehmen 101 von 120 Shops die volle Abwicklung mit den Herstellern. Die restlichen Shops wollen mit dem Handling nichts zu tun haben und verweisen ihre Kunden direkt an die Hersteller. Diese Zahl ist noch zu hoch, sollte man doch von jedem Shop erwarten können, dass er sich vollumfänglich um die Abwicklung von Garantiefällen bemüht. Aus Kundensicht lohnt es sich hier also, auf den richtigen Shop zu setzen, denn Garantieansprüche beim Hersteller direkt durchzusetzen, kostet viel Zeit und Nerven. Und oft sind die Hersteller auch nicht erfreut, wenn sie Garantiefälle von Produkten abwickeln müssen, die nicht über die offiziellen Verkaufskanäle zum Kunden gelangt sind.

Obwohl es in der Schweiz im Vergleich zur Europäischen Union (EU) im Onlinehandel nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, gewähren immer mehr Webshops den Konsumenten das Recht, innert einer bestimmten Frist nach der Bestellung ohne Nennung von Gründen vom Kauf zurückzutreten. Mittlerweile räumt knapp die Hälfte der untersuchten Shops den Kunden dieses Recht ein. Auch hier sind Konsumenten auf der sicheren Seite, wenn sie sich diesbezüglich vor dem Kauf in den AGB der Webhändler informieren. Die Tendenz das Widerrufsrecht den Kunden zu gewähren, kommt von europaweit tätigen Anbietern wie beispielsweise Amazon oder Weltbild, die von Gesetzes wegen Standards setzen, die von ihren Schweizer Konkurrenten zunehmend übernommen werden

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