«Neueinstellungen und Investitionen»
Im kommenden Halbjahr wollen der Umfrage zufolge 18 Prozent der Unternehmen zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Demgegenüber wollen nur neun Prozent die Beschäftigtenzahl reduzieren. Mit einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit ist damit also wohl nicht zu rechnen. Bei den Investitionen übt sich der helvetische Mittelstand nach wie vor in Zurückhaltung: Rund ein Fünftel plant eine Erhöhung der Investitionsausgaben, neun Prozent wollen sie senken. Eine überwiegende Mehrheit von 70 Prozent will die Investitionsausgaben auf dem aktuellen Niveau beibehalten.
Wie Ernst & Young erläutert, setzen zurzeit zwei von drei mittelständischen Betrieben nicht auf Wachstum, sondern konzentrieren sich darauf, das Kerngeschäft zu stabilisieren. An einer Erweiterung der Produktpalette würde nur ein Drittel arbeiten. Eine Internationalisierungsstrategie verfolge sogar nur jedes sechste Unternehmen. «Die mittelständischen Betriebe befinden sich derzeit in Wartestellung und drohen, den Anschluss zu verpassen», warnt Viktor Bucher. Der Schock der Krise sitze immer noch tief. Dennoch sollten die Unternehmen, die dazu in der Lage sind, schnellstmöglich wieder auf Wachstum umschalten, so Bucher. Nach Berechnung von Ernst & Young ist jedes vierte mittelständische Unternehmen in der Schweiz derzeit nicht für den Aufschwung gerüstet. «In anderen Weltregionen - allen voran den Schwellenländern - bringen sich die Unternehmen längst wieder für den kommenden Aufschwung in Stellung», erklärt Bucher.
Link zum Artikel:
Ernst & Young
Werbung
KOMMENTARE
KOMMENTAR SCHREIBEN