Schweiz: Aussicht auf Gehaltserhöhung sinkt

Vor drei Monaten blickten die Schweizer Angestellten noch optimistisch in die Zukunft. Jeder Zweite erwartete sich eine Gehaltserhöhung in 2009. Nun gestehen die Mitarbeiter ein, dass sie ihre Gehaltsvorstellungen herunterschrauben müssen.

    

» Von Mark Schröder, 23.03.2009 11:54. Letztes Update, 23.03.2009 11:55.

Nur noch 43 Prozent der Schweizer Arbeitnehmer rechnen im laufenden Jahr mit einer Gehaltsverbesserung. Fast ein Drittel der vom Online-Stellenportal Monster hierzulande Befragten wähnt sich in einer komfortablen Situation: Sie erhalten heuer wie jedes Jahr automatisch mehr Lohn. Die verbleibenden elf Prozent profitieren von einem Jobwechsel, der ein höheres Gehalt verspricht.

Vor einem Vierteljahr blickten die Mitarbeiter hierzulande noch optimistischer in die Zukunft. In einer Monster-Umfrage gaben 50 Prozent an, bald mit ihrem Vorgesetzten über mehr Geld sprechen zu wollen. Damals beurteilte nur jeder Fünfte die Situation als aussichtslos und rechnete sich keine Chancen aus, mit Gehaltsforderungen Erfolg zu haben.

«Dass Schweizer Angestellte im internationalen Vergleich verhältnismässig weniger Einbussen in Kauf nehmen müssen oder gar von vertraglichen Erhöhungen profitieren, zeugt von einer relativ stabilen Gesamtsituation und einer funktionierenden Sozialpartnerschaft», kommentiert Falk von Westarp, Country Manager Monster Worldwide Switzerland.

Zwei Drittel sind Pessimisten
Im Vergleich mit den weltweiten Umfrageergebnissen sind die Schweizer Mitarbeiter heute aber noch immer optimistisch. 66 Prozent der 15'419 Studienteilnehmer erwarten keine Gehaltserhöhung in 2009. Jeder Fünfte freut sich auf automatische jährliche Steiergung, 13 Prozent planen einen Arbeitsplatzwechsel, der mit mehr Geld verbunden ist.

Wie die Monster-Umfrage ergab, sein die irischen Arbeitnehmer die grössten Pessimisten. Dort rechnen nur 22 Prozent mit einer Gehaltssteigerung. Auch in Italien (36 Prozent) und Luxemburg (39 Prozent) hegen die Angestellten wenig Hoffnung auf mehr Geld.

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Monster Schweiz

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