Rückschlag für Schweizer Outsourcing-Markt
Verglichen mit dem Vorquartal zeigt das dritte Quartal 2008 im ITK-Outsourcing-Markt ein eher ernüchterndes Ergebnis. So ist die Anzahl der Abschlüsse laut dem ,,Sourcing Monitor" des Beratungshauses Active Sourcing von acht auf drei Verträge gesunken.

» Von , 23.12.2008 14:00.
Der Schweizer ITK-Outsourcing-Markt hat im dritten Quartal 2008 einen Rückschlag erlitten. Mit nur drei abgeschlossenen Outsourcing-Verträgen von über 10 Millionen Franken und einem Total Contract Value (TCV) von 188 Millionen Franken wurden die Erwartungen nicht erfüllt, teilt Active Outsourcing mit. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist der TCW allerdings gestiegen. Dabei seien die Abweichungen vom Business Forecast für das Jahr 2008 auffallend. Obwohl alle neun Renewals wie vorausgesehen realisiert wurden, blieb der TCV mit 347 Millionen Franken unter Erwartungen, erklärt das Beratungshaus.

Abschlüsse nach Quartal (Q4/06-Q3/08; Grafik: Active Sourcing)

Forecast - Anstehende Vertragserneuerungen inklusive Neuabschlüsse (Stand 1. Oktober 2008; Grafik: Active Sourcing)
Für das vierte Quartal 2008 sieht der Business Forecast laut Active Sourcing noch drei Erstabschlüsse vor. Für das Gesamtjahr 2008 wurden insgesamt neun Vertragserneuerungen prognostiziert - die Anzahl konnte dem Beratungshaus zufolge bisher genau erreicht werden, jedoch mit einem tieferen TCV. Zurzeit sind auf dem ITK-Outsourcing-Markt in der Schweiz neun Vorhaben am Laufen. Für die Pipeline-Periode Q3/08 - Q2/09 liegen 17 Ausschreibungsprozesse vor, sieben davon betreffen den Bankensektor. Damit bleibt dieser vor den Branchen Transport/Reisen (4) und der Industrie (3) am aktivsten, erläutert Active Sourcing.
Mindestens acht der insgesamt 17 Ausschreibungen werden laut dem Beratungshaus ein Vertragsvolumen von über 100 Millionen Franken aufweisen, sechs werden sich in den Bereichen zwischen 10 und 100 Millionen Franken bewegen und drei werden die 10-Millionen-Grenze nicht erreichen. Aufgrund des Business Forecasts für die nächsten vier Jahre ergebe sich ein jährliches Vertragsvolumen von rund 2,7 Milliarden Franken bei insgesamt 23 Verträgen.






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