RIM entwickelt Software für mobile Windows-Geräte

Die Blackberry-Herstellerin RIM (Research in Motion) entwickelt eine Software-Suite für Windows-Mobile-Geräte.

Blackberry 7100g
    

» Von idg, 24.04.2007 09:47. Letztes Update, 24.04.2007 10:09.

Die kanadische RIM will noch in diesem Jahr eine Blackberry Application Suite lancieren. Diese soll es Anwendern von Windows-Mobile-6-Geräten ermöglichen, Blackberry-Services auch in der mobilen Microsoft-Welt zu nutzen. In der Vergangenheit hat RIM bereits ähnliche Applikationen für Smartphones von Nokia und Palm veröffentlicht. Im Rahmen dieses Blackberry-Connect-Programms wurden die Features aber auf wenige grundlegende Funktionen wie etwa das Versenden von E-Mails beschränkt. Mit der Software für Windows Mobile geht RIM dagegen andere Wege. Die Anwender erhalten einen virtuellen Blackberry auf ihren Windows-Geräten. Damit sollen sie dann laut Herstellerin alle Blackberry-Anwendungen wie E-Mail, Telefon, Kalender, Adressbuch, Aufgabenverwaltung, Memos, Browser und Instant Messaging nutzen können. Ferner könne der Anwender künftig Applikationen, die für das Blackberry Mobile Data System (MDS) entwickelt wurden, auf Windows Mobile ebenfalls nutzen. Mit der Entscheidung für einen virtuellen Blackberry lässt sich RIM auf ein gefährliches Spiel ein: Einerseits kann das Unternehmen damit neuen Kunden für seinen Mail-Dienst gewinnen, andererseits riskiert es eine Kannibalisierung seiner Blackberry-Verkäufe, die immer noch 73 Prozent zum Umsatz beisteuern.

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