"Raub mich aus"-Seite im Web

Ein holländischer Programmierer hat eine Webseite veröffentlicht, die aufzeigt, wo gerade Wohnungen und Häuser leer stehen und auf Einbrecher warten.

    

» Von Jens Stark, 19.02.2010 11:58.

Er wolle mit der Webseite keinesfalls Verbrechern das Leben vereinfachen, sondern auf das gefährliche Verhalten von Benutzern in sozialen Netzen und Online-Spielen aufmerksam machen. Denn die Webseite "PleaseRobMe" wird durch Angaben gefüttert, die Websurfer selbst über ihren aktuellen Aufenthaltsort machen.

Konkret wertet die Page Daten des Onlinespiels Foursquare aus. Dieses basiert auf Angaben über den Ort, an dem sich eine Person im richtigen Leben gerade befindet. Teilnehmer des Games können diese Informationen an Twitter weiterreichen. Genau diese Tweets wiederum verwendet der Programmierer für "PleaseRobMe".

"Ich kam auf die Idee für die Website, als ich mit einem Kollegen unsere Tweets anschaute. Uns fiel auf, dass immer mehr Postings von Foursquare-Spielern auftauchten", berichtet Boy Van Amstel, der Urheber von "PleaseRobMe". Die Gamer tauschen dabei nicht nur etliche Informationen über sich selbst aus, sie berichten auch, ob sie gerade zuhause sind oder eben nicht.

"Im Grunde ist die Site nicht viel mehr als eine Twitter-Suchabfrage", betont Van Amstel und ergänzt, dass er den PleaseRobMe in gut vier Stunden erstellt hat. "Jeder mit etwas HTML- und Javascript-Kenntnissen kann eine solche Webseite kreieren", meint er.

Die Seite soll denn auch eine Warnung an die Nutzer von sozialen Netzen sein. "Wir möchten natürlich keine Verbrechen fördern", meint der Programmierer. "Vielmehr raten wir damit den Anwendern von Twitter und Facebook, dass sie sich sehr genau Gedanken darüber machen, was sie für Informationen online preisgeben", betont Van Amstel. Viele Daten könnten nämlich für Verbrechen und für einen Identitätsdiebstahl missbraucht werden, warnt er.

 

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PleaseRobMe-Seite

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