Quelloffene Wächter

Überwachungs- programme helfen, Ausfälle im Unternehmensnetzwerk zu vermeiden. Neben kommerziellen Tools gibt es immer mehr quelloffene Programme. Wir haben diese bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit miteinander verglichen.

Nagios ist für KMU empfehlenswert. Grossfirmen indes kommen um kommerzielle Programme nicht herum.
  

» Von Peter Heinz, 17.10.2007 08:54. Letztes Update, 17.10.2007 08:55.

Peter Heinz ist Geschäftsführer der Wilken AG in Freidorf SG.

Wer weiss, dass ihm ein Problem ins Haus steht, kann vorbeugend aktiv werden und Schaden abwenden. Diesbezüglich ist eine gute Überwachungs-Software eines der wichtigsten Werkzeuge jedes Systemadministrators. Das Überwachungs-Tool kontrolliert selbst komplexe IT-Strukturen und sendet frühzeitig Warnmeldungen an die Techniker. So haben diese genug Zeit, zu reagieren und Fehler zu beheben, noch bevor der Betrieb der IT zum Erliegen kommt.

Neben kommerziellen Produkten wie «OpenView» von Hewlett-Packard (HP) oder «Tivoli» von IBM gibt es zwischenzeitlich auch eine ganze Reihe quelloffener Überwachungs-Tools. Wir haben vier dieser Open-Source-Tools miteinander verglichen und dabei auch geprüft, wie sie im Vergleich mit HP OpenView abschneiden.

HP Openview: Die Referenz

Einer der bekanntesten, kommerziellen Netzwerkwächter ist «OpenView Network Node Manager» von HP. Das ausgereifte Netzmanagementprogramm bietet ausgefeilte Funktionen zur Netzwerk-Fehlerbehebung und -Leistungsüberwachung.

Zum überaus breiten Funktionsumfang des HP-Tools gehören beispielsweise eine automatische Erkennung der Netzwerkumgebung sowie die Möglichkeit einer Statusanzeige. Überdies bietet OpenView das automatische Zeichnen der IP- beziehungsweise IPX-Topologie-Karten anhand der vorgängig ermittelten Daten. Erkannte -Geräte werden dabei entsprechend ihrer Position im Netzwerk in der Topologie angeordnet. Ausserdem ermöglicht der HP OpenView Node Manager das Management jedes SNMP-fähigen (Simple Network Management Protocols) Gerätes beliebiger Hersteller, da auch herstellerspezifische MIB (Management Information Bases) eingebunden werden können. Selbst programmierte, eingebundene Anwendungen haben dabei Zugriff auf die MIB-Datenbank und werden im Menü mit integriert.

Die Ereignisschwellwerte, welche bei Über- beziehungsweise Unterschreiten entsprechende Aktionen auslösen, können frei definiert werden. Darüber hinaus können Netzwerkfehler und Leistungsfähigkeitsprobleme von zentraler Stelle aus ermittelt werden. Auch sind Problemanalysen mittels Trendanzeigen möglich.

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