Polycom mit offenem Telepresence-System

Die Telepresence-Produkte aus dem Hause Polycom bieten Platz für fast 30 Teilnehmer. Computerworld hat sich in Zürich einen ausgerüsteten Raum angesehen.

  

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» Von Reto Vogt, 23.10.2009 08:46.

Der Umsatz von Polycom Schweiz wuchs im Vergleich zum letzten Jahr um 15 Prozent an. Country Manager Daniel Furrer führt die gesteigerte Nachfrage nach Telepresence-Systemen vor allem auf die Wirtschaftskrise zurück. Aber auch der Image-Vorteil von Firmen bei massiver CO2-Reduktion spiele beim Installieren von Telepresence-Räumen eine Rolle, glaubt Furrer.

Polycom hat in Zürich ihr neustes Produkt vorgestellt. RPX-Systeme bieten von für 4 bis 28 Personen Platz. Einzige Voraussetzung beim Kunden ist die Grösse des vorgesehenen Raumes. Für die kleinste Variante seien rund 40 Quadratmeter das Minimum, so Furrer.

Im Gegensatz zur Konkurrenten wie Cisco oder Tandberg ist das Bild beim Polycom-System durchgehend und besteht nicht aus mehreren Bildschirmen. Echten Augenkontakt vermag aber auch dieses nicht hundertprozentig zu ersetzen, wie die heutige Vorführung demonstrierte. Zeigte zum Beispiel eine Person im entfernten Raum auf jemanden vor Ort, war der Fingerzeig nicht eindeutig zuzuweisen. Hingegen überzeugte die Audioqualität: Dank Surround-Sound wussten Zuhörer auch mit geschlossenen Augen, in welcher Ecke des hinzugeschalteten Raumes die sprechende Person sass.

In der kleinsten Ausführung kostet der Telepresence-Raum von Polycom rund 250'000 US-Dollar. Hinzu kommt eine optionale Gebühr für das Herstellen der Verbindungen mit anderen Videokonferenz-Systemen. Dieser «Concierge»-Dienst kostet 40'000 Dollar pro System - kann aber gemäss Polycom-Manager Furrer von Kunden auch selbst organisiert werden. Positiv: Polycom setzt dabei auf ein offenes System. Das bedeutet, dass Verbindungen mit Konkurrenzprodukten sind möglich, sofern diese Voraussetzungen wie 128-Bit-AES-Verschlüsselung erfüllen.

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