Oracle zündet Hardware-Feuerwerk

Die Datenbankspezialistin Oracle steigt ins Hardware-Geschäft ein. Sie hat zwei Server gezeigt, die für den Betrieb von Data Warehouses optimiert sein sollen.

Oracle-CEO Larry Ellison liess während der OpenWorld die Hardware-Katze aus dem Sack.
    

» Von Jens Stark, 25.09.2008 09:14. Letztes Update, 25.09.2008 09:16.

Die wichtigste Ankündigung der diesjährigen OpenWorld war Oracle-Boss Larry Ellison vorbehalten: Während seiner gestrigen Rede an der Anwenderkonferenz in San Francisco präsentierte er zwei Hardware-Produkte, die zusammen mit Hewlett-Packard entwickelt werden. Dabei handelt es sich um Hochleistungs-Server, die speziell für den Betrieb von grossen, mehrdimensionalen Sammlungen von Datenbanken, sogenannten Data Warehouses, gedacht sind.

Von Ellison selbst als "erste Hardware-Produkte von Oracle" bezeichnet, zeigte er den "HP Oracle Database Machine" und den "HP Oracle Exadata Storage Server". Dabei handelt es sich um Server-Schränke, die einerseits mit ProLiant-Rechnern von HP und andererseits mit Software von Oracle bestückt sind.

Der Exadata Storage Server verfügt über ein Dutzend Festplatten und über zwei vierkernige Intel-Prozessoren, die direkt in der Speicherumgebung Datenbankabfragen vornehmen können. Dadurch soll die Leistung des Systems erhöht werden, weil ein Teil der Kommunikation zwischen dem eigentlichen Datenbank-Server und dem Massenspeicher entfällt. Laut Ellison kann so die Performance gegenüber bisherigen Data-Warehouse-Produkten der Firma verzehnfacht werden. "Wir entlasten die Verbindung zwischen dem eigentlichen Server und dem Speicher-Grid enorm, in dem nur die Datenbankabfrageresultate und nicht ganze Datenblöcke verschickt werden", schwärmt Ellison.

Dabei liefert die Lösung satte Speicherkapazitäten. Bis zu 168 Terabyte lassen sich auf dem System unterbringen. "Das ist 1400 Mal mehr als auf dem grössten iPod Platz hat", witzelt Ellison.

Der Exadata Storage Server kann zusammen mit einer bestehenden Data-Warehouse-Lösung von Oracle betrieben werden oder aber mit der frisch lancierten Database Machine. Diese besteht aus acht Datenbank- und 14 Speicher-Server in einem Rechnerschrank. Die Datenbank-Computer wiederum werden von 64 Prozessorkernen von Intel angetrieben und verfügen über Business-Intelligence- und Clustering-Software von Oracle. Die Linux-Version der Datenbankmaschine ist ab sofort erhältlich. Sie wird ab 4000 Dollar pro Terabyte gehandelt. Hinzu kommen allerdings noch Lizenzkosten für die Software.

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