Online-Banking: Vergesst die PCs
Im Bestreben, Ihren Kunden sicheres Internet-Banking zu ermöglichen, sind sich Geldinstitute und IT-Security-Häuser einig: Sie haben es aufgegeben, die PCs der User abzusichern.

» Von , 23.12.2009 12:41.
Eine neue Generation von Produkten für sichere Online-Bankgeschäfte ist im Anmarsch, die etwas gemein haben: Die Urheber haben alle die Hoffnung aufgegeben, dass die PC der Endanwender je so sicher sein werden, um bedenkenlos Geldbeträge herumschieben zu können. Vielmehr suchen sie nach einer gehärteten Software-Hardware-Kombination, die dann mit den Banksystemen kommuniziert. Der PC des Anwenders kann dann so virenverseucht, wurmstichig und gehackt sein wie er will.
Nun könnte man argumentieren, dass all die Antiviren-Firmen und Firewall-Hersteller versagt haben. Die Security-Firmen sehen sich allerdings einer Mammut- und Sysiphus-Aufgabe sondergleichen gegenüber. Denn die Viren, Würmer und Trojaner haben sich in letzter Zeit in einem atemberaubendem Tempo ausgebreitet. Zudem nimmt der Variantenreichtum der Schädlinge expotentiell zu. Heute entdecken die Virenjäger monatlich mehr Malware als noch vor Kurzem in einem ganzen Jahr.
Banken haben Angst
Der Schaden, der dabei entsteht, ist immens. Allerdings gibt es keine genauen Zahlen. Das Marktforschungsinstitut eTForecasts rechnet vor , dass allein in den USA durch Cybercrime bei den insgesamt 272 Millionen PC-Besitzern pro Jahr ein Schaden von 4,5 Milliarden Dollar entsteht.
Für die Schweiz rechnet daher Robert Weiss von Robert Weiss Consulting in seinem Whitepaper "Cyber-Kriminalität ist heute zur Normalität geworden" mit einer Schadenssumme zwischen 130 und 200 Millionen Franken pro Jahr.
Die wenigen, die möglicherweise genaue Zahlen kennen, werden sich hüten, über konkrete Schadensummen zu sprechen. Die Rede ist von den Banken. Sie zeigen sich zudem derzeit kulant und begleichen die Beträge, die die Cyber-Mafia aus den elektronischen Portemonnaies von Herrn und Frau Schweizer abzwackt.






KOMMENTARE
KOMMENTAR SCHREIBEN