Nokia wird Klingelton-Händler

Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen testet Nokia nun den Markt für Handy-Downloads.

  

» Von , 26.10.2004 00:00. Letztes Update, 06.05.2005 12:38.

Der finnische Mobilfunkhersteller bastelt derzeit an einem Online-Katalog für Klingeltöne, Spiele und und anderen Multimedia-Content für Handys: In diesem Zusammenhang hat Nokia auf der US-Branchenmesse CTIA Wireless IT and Entertainment 2004 auch die Software "Preminet" vorgestellt, mit der Netzbetreiber wie Vodafone oder AT and T Wireless die Programme aus dem Katalog anschliessend über ihre Netze zum Download anbieten können. Der Handy-Riese erhält dafür eine Vermittlungskommission. Die Finnen hatten bereits früher versucht, über das Online-Portal Club Nokia in das Geschäft mit Handy-Klingeltönen, -Spielen und -Programmen einzusteigen. Ende 2001 prognostizierte der Konzern, dass er in drei Jahren bereits eine Milliarde Euro Umsatz mit Downloads erwirtschaften werde. So weit kam es allerdings nicht: Nach Beschwerden von Mobilfunkbetreibern, die ähnliche Services anboten, stellte Nokia den Content-Verkauf 2003 ein. Nun hat es sich das Unternehmen offenbar wieder anders überlegt, nachdem es im Kampf um Marktanteile die Handy-Preise teils deutlich senken musste. Ausserdem hat der Handy-Riese auf der Messe den ersten Prototyp eines RFID-fähigen Handys (Radio Frequency Identification) auf Basis des Modells "5140" vorgestellt. Das RFID-Modul soll es Endkunden etwa ermöglichen, auf einem Chip gespeicherte Produktinformationen über das Handy zu empfangen.

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