Nitro PDF will Adobe an den Kragen

Mit einer überarbeitetenden Version seiner PDF-Erstellsoftware (Portable Document Format) will Nitro PDF dem Platzhirschen Acrobat von Adobe gefährlich werden.

Wie mit Acrobat Pro von Adobe können auch mit Nitro PDF Dokumente mit Kommentaren versehen werden.
  

» Von Jens Stark, 23.06.2009 11:13. Letztes Update, 23.06.2009 11:15.

Konkret hat der PDF-David "Nitro PDF Professional 6.0" lanciert. Dieses kann nicht nur PDF herstellen, es soll auch sehr zuverlässig aus PDF-Dokumenten Word-Files kreieren können. Zudem wird der Standard PDF/A unterstützt.

Hauptargument von Nitro PDF ist allerdings der Preis. Dieses kostet umgerechnet gut 110 Franken, also wesentlich weniger als Acrobat Pro von Adobe, das hierzulande für 969 Franken zu haben ist.

"Damit ist Acrobat ein 'Super-Premium'-Produkt", meint Sam Chandler, CEO von Nitro PDF. Und in Zeiten von zusammengestrichenen IT-Budgets seien immer weniger Unternehmen gewillt, solche "Zuschläge" für ein Produkt zu zahlen.

Als Argumentationshilfe dient ihm dabei der Schweizer Rückversicherer Swiss Re. Dieser habe seine tausenden von Acrobat-Lizenzen in solche für Nitro PDF umgewandelt, berichtet Chandler voller Stolz.

Ob Nitro PDF allerdings die Marktmacht von Adobe brechen kann, ist ungewiss. Denn Adobe hat zumindest ein Argument, das für das eigene Produkt spricht. Die entsprechende Gratis-PDF-Lese-Software, Adobe Reader, geniesst eine fast universelle Verbreitung.

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