Next Generation "ASP.NET Ajax" – Dynamische Webseiten ohne Postbacks

Das klassische ASP.NET-Webform-Modell erhält Konkurrenz aus eigenem Haus: Die ASP.NET Ajax-Bibliothek von Microsoft verhilft Webdevelopern das Umsetzen clientseitiger HTML-Anwendungen, die ohne Postbacks auskommen.

    

» Von Peter Monadiemi, 08.02.2010 20:45. Letztes Update, 08.02.2010 20:46.

von Marc André Zhou

Typische ASP.NET Anwendungen verwenden serverseitige Steuerelemente, wie z. B. ein DataGrid, um Daten aus einer externen Datenquelle dynamisch in die entstehende HTML Seite einfließen zu lassen. Dieses Vorgehen ist seit der ersten ASP.NET Version typisch. Die ASP.NET Steuerelemente gehören zu dem bewährten Webform-Modell, das auf dem Postback-Mechanismus basiert. Doch gerade dieses Postback-Modell offenbart im Zeitalter von Web 2.0 und RIA-Anwendungen seine größte Schwäche: Bei jedem Ereignis, etwa ein Klick auf ein Steuerelement, wird die gesamte Seite zurück zum Webserver gesendet, serverseitig verarbeitet und für den erneuten Seitenaufbau zurück an den Browser geschickt. Die zu übertragende Datenmenge wird zusätzlich durch Viewstate Informationen aufgebläht. Die Intelligenz des Browsers wird nicht genutzt, da dieser lediglich das generierte HTML anzeigen kann.

Um dieses Problem zu lösen kommt heutzutage AJAX (Asynchrones JavaScript & XML) zum Einsatz. Auch Microsoft hat dies erkannt und selbst eine eigene ASP.NET Ajax-Bibliothek umgesetzt. Diese befindet sich derzeit im Beta Stadium und soll zum Erscheinen von Visual Studio 2010 in der finalen Version verfügbar sein. Die ASP.NET Ajax-Bibliothek beinhaltet alle wichtigen Methoden, um eine reine clientseitige HTML Anwendung zu erstellen. In diesem einleitenden Artikel werden einige der Möglichkeiten der Bibliothek anhand eines klassischen Master-Detail Beispiels gezeigt. Ziel der Anwendung soll es sein, die Kunden der Northwind Datenbank zu verwalten. Die Daten werden über einen Windows Communication Foundation (WCF) basierten Endpoint zur Verfügung gestellt und clientseitig konsumiert. Als Entwicklungsumgebung wird Visual Studio 2010 (Beta 2) verwendet.

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