Neue CPUs von Intel

Mit dem Core i5-750 sowie den Core-i7-Modellen 860 und 870 lanciert Chip-Gigant Intel drei CPUs für günstige Plattformen. Alle Details, Preise und Tests für die Schweiz.

Intels Core i5-750
  

» Von Daniel Bader, 09.09.2009 12:01.

Alle drei vorgestellten Intel-Prozessoren besitzen vier Kerne. Sie firmieren unter dem Codenamen «Lynnfield» und passen in den Steckplatz LGA1156. Zusätzlich zu den neuen Prozessoren stellt Intel auch den Chipsatz P55 vor. Interessant: Die PCI-Express-Grafikschnittstelle ist ebenfalls Bestandteil der CPU, was die Entwicklung des Chipsatzes weiter vergünstigt. Im Vergleich zur LGA1366-Highend-Plattform (Core-i7-900-Serie) verzichtet Intel auf einen Speicherkanal. Lynnfield-Prozessoren können also nur auf zwei statt drei DDR3-Speicherkanäle zugreifen. Dafür lassen sich die CPUs zusammen mit schnellerem Speicher kombinieren. Die neu vorgestellten Modelle können mit DDR3-Modulen von bis zu 1333 MHz betrieben werden.

Schneller im Turbo-Mode
Das wohl interessanteste Feature ist der sogenannte «Turbo Mode». Nimmt das Programm/Anwendung nur einen von den vier Kernen in Anspruch, lässt sich die CPU in insgesamt fünf separaten Schritten übertakten.

Intel-Mainboard: Für die neuen Core i5-/i7-CPUs
Intel-Mainboard: Für die neuen Core i5-/i7-CPUs
Jeder Schritt beinhaltet eine Takterhöhung um 133 MHz. So erreicht eine Core i5-750-CPU maximal 3,2 GHz, eine Core i7-870 kann seine Frequenz von 2,93 GHz auf 3,6 GHz hochschrauben. Alle drei 4-Kern-CPU besitzen einen L2-Cache von 256 KByte, den Third-Level-Cache von 8 MB müssen sich dagegen alle vier Kerne teilen. Während die Hyper-Threading-Funktion beim Core i5-750 fehlt, ist die Funktion, die für jeden der vier Kerne eine zweiten «Virtuellen» zur Verfügung stellt und so Anwendungen beschleunigt nur in den beiden teuren Core i7-Varianten drin.

Das leistet der neue P55-Chipsatz
Das leistet der neue P55-Chipsatz
P55-Chipsatz: Günstige Mainboards
Ebenfalls neu lanciert ist der zu den CPUs passende Chipsatz «P55». Entsprechende Mainboards besitzen einen LGA1156-Sockel, die Kommunikation erfolgt über die DMI-Schnittstelle (Direct Media Interface, entspricht dem Systembus/Frontside-Bus). Da der Kontroller für den Arbeitsspeicher und Grafikkartensteckplatz in der CPU sitzt, avanciert der P55-Chipsatz zum «einfachen» IC-Baustein, der nur noch für die Anbindung typischer Peripheriegeräte (USB, SATA etc.) zuständig ist. Das macht Mainboards vor allem günstig: Die neuen Core i5-/i7-Plattformen gibts ab 150 Franken. Wichtig für Game-Enthusiasten: Zwar steuert der Prozessor die Grafikkarte über seine PCI-Express-Schnittstelle an. Beim gleichzeitigen Betrieb mit zwei Grafikkarten (SLI-Modus bei Nvidia-Chip-basierten Grafikkarten, oder Crossfire-Modus bei AMD/ATI-Grafikkarten) müssen sich die beiden Geräte die zur Verfügung stehenden 16 «Lanes» auf zweimal 8 «Lanes» splitten.

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