Motorola ersetzt CEO Ed Zander

Ed Zander muss den Chefposten bei der Handy-Herstellerin räumen. Aktionäre begrüssen die Entscheidung.

Ed Zander muss den Posten als Motorola-CEO abgeben.
    

» Von Alina Huber, 03.12.2007 08:35. Letztes Update, 03.12.2007 09:00.

Die Telekomausrüsterin Motorola zieht Konsequenzen aus ihrer Krise und wechselt ihren Chef aus. Der bisherige CEO, Ed Zander, konnte keinen würdigen Nachfolger für den Handy-Bestseller Razr präsentieren, verbuchte Verluste und verlor massiv Marktanteile. Der bisher für das operative Tagesgeschäft zuständige Greg Brown übernimmt zum 1. Januar das Ruder. Brown sei der richtige Chef, um Motorola durch den anstehenden mehrjährigen Umbau zu führen, sagte Vorgänger Zander.

Motorola hatte angesichts ihres schrumpfenden Handy-Geschäfts im dritten Quartal einen massiven Einbruch bei Umsatz wie Gewinn verbucht und war in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzern brachte es zuletzt nur noch auf einen globalen Mobiltelefon-Marktanteil von 13 Prozent und fiel damit weiter hinter Branchenprimus Nokia zurück. Auch Samsung, Apple mit seinem iPhone und andere Handy-Anbieter machen der Telekomausrüsterin zu schaffen. Branchenexperten zufolge fehlt Motorola ein ausreichend breites Produktportfolio. Für frühere sehr erfolgreiche Handy-Modelle ("Razr") fand die Herstellerin keine zugkräftigen Nachfolger. Zander stand intern wie auch bei Anlegern heftig in der Kritik. Er hatte kein Rezept, um die Talfahrt zu stoppen. Die Motorola-Aktie stieg nach der Bekanntgabe des Wechsels vorbörslich deutlich. Seit Jahresbeginn hatte das Unternehmen an der Börse fast ein Drittel seines Werts verloren. Bis zur Hauptversammlung im Mai bleibt der 60-jährige Zander noch Vorsitzender des Verwaltungsrates.

Investor Carl Icahn begrüsst derweil die Absetzung von Zander. Es bleibe aber noch viel zu tun. Icahn rät zu einer Aufteilung der Telekomausrüsterin in verschiedene Unternehmen. Motorola solle sich in eine Einheit für mobile Geräte, einen Connected-Home-Bereich, ein Enterprise-Mobility-Segment und ein Unternehmen für mobile Netzwerk-Infrastrukturen aufgliedern. Im Mai 2007 scheiterte Icahns Versuch einen Sitz im Motorola-Vorstand zu ergattern.

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