Mit Google Street View durch England und Holland

Google hat seine virtuelle Strassenansicht "Street View" auch auf Grossbritannien und die Niederlande ausgedehnt.

Mit Google Maps lassen sich nun die Strassen der englischen Metropole London virtuell erkunden.
  

» Von Jens Stark, 20.03.2009 06:12.

Damit weitet Google den Dienst, der vor allem aus Datenschutzgründen umstritten ist, weiter in Europa aus. Google Street View ist Teil des Online-Services Google Maps, bei dem Surfer sich Stadtpläne und Satellitenaufnahmen sozusagen von jedem Punkt der Erde betrachten können. Street View erlaubt es den Anwendern, sich virtuell an eine Adresse zu begeben, die Gegend rundum zu betrachten und durch die Strassen der Stadt zu wandeln.

Der Dienst wurde 2007 in den USA lanciert, mit den beiden jüngsten Zuwächsen ist er nun in neun Ländern verfügbar. Die Abdeckung ist bei den Neuankömmlingen allerdings noch bescheiden. In den Niederlanden sind nur die Städte Rotterdam, Amsterdam und Groningen erfasst, in Grossbritannien jeweils die grösseren Städte.

Wie Ed Parsons, der bei Google für geografische Systeme technisch verantwortlich zeichnet, meint, habe man in den beiden Ländern von den jeweiligen Datenschutzorganisationen grünes Licht für die Freischaltung des 360-Grad-Bildmaterials erhalten. Google verwendet bei der Erfassung der Bilddaten eine Software, die etwa die Nummernschilder von Autos und die Gesichter von Passanten unkenntlich macht.

Doch nicht nur Datenschutzbedenken haben die Erfassung der Strassenansicht in England behindert, sondern auch das berüchtigte schlechte Wetter auf der Insel. "Bei Regen können wir keine Aufnahmen machen und im Vereinigten Königreich hat es viel geregnet", erklärt Parsons.

Ein paar Lücken weist Street View in London noch auf, wie Parsons einräumt. So kann der Amtssitz des Premierministers Gordon Brown, Downing Street 10, nicht betrachtet werden. Die Adresse liege an einer Privatstrasse, gibt er als Erklärung. Auch der Buckingham Palace sei noch nicht virtuell besuchbar. "Allerdings sind hierfür technische Probleme verantwortlich, keine Sicherheitsbedenken der Queen", sagt Parsons.

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