Melani warnt vor vermeintlich sauberen Webseiten

Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) berichtet unter anderem von einer Zunahme von Massenhacks gegen Webseiten und von Entwicklungen im Bereich politisch motiviertem Hacking.

    

» Von Harald Schodl, 17.10.2008 11:57. Letztes Update, 17.10.2008 11:58.

In ihrem siebten Halbjahresbericht betont Melani, dass sich aktuelle gezielte IT-Angriffe auch mittels technischer Sicherheitsvorkehrungen sowie gesundem Menschenverstand nicht immer erfolgreich abwehren lassen. Aus diesem Grund fordert Melani eine Neufokussierung der Vorsorgemassnahmen, welche den Schutz der Informationen und Daten ins Zentrum rückt und nicht nur das Schützen von Computern und Netzwerken berücksichtigt.

Die Gefahr, den PC bereits durch das Besuchen einer Webseite, dem so genannten Drive-By-Download, unbemerkt zu infizieren, wächst laut Melani. Seit Januar 2008 seien verschiedene Massenhacks von Webseiten beobachtet worden, welche beabsichtigten, deren Besucher zu infizieren. Darunter befinden sich der Melde- und Analysestelle zufolge auch Webseiten mit bestem Ruf und hohen Besucherzahlen. Es seien auch Schweizer Webseiten betroffen.

Im Bereich der Internet-Kriminalität rücken laut Melani - nebst finanziellen Motiven - vermehrt politische Beweggründe in den Vordergrund. Der Bericht ist ab sofort abrufbar unter Melani.admin.ch.

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