Kündigung, wenn die Chemie nicht stimmt

Das schlechte Verhältnis zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter ist in der Schweiz der häufigste Trennungsgrund. Jede dritte Kündigung im obersten und oberen Kadersegment lässt sich auf die «mangelhafte Chemie» zurückführen, berichtet das Zürcher Outplacement-Unternehmen Grass & Partner.

    

» Von Mark Schröder, 25.02.2009 09:26.

Der Studie zufolge können sich mittlerweile nicht einmal mehr Geschäftsführer ihres Jobs sicher sein. Bereits 17 Prozent der Entlassenen sitzen in der obersten Etage. Den sichersten Arbeitsplatz haben Grass & Partner zufolge die Fachspezialisten - in diesem Segment wurden 2008 weit weniger Kündigungen ausgesprochen als im Jahr zuvor.

Nach Angaben des Outplacement-Unternehmens die besten Chancen, nicht vor die Tür gesetzt zu werden, haben IT-Angestellte. Stammte in 2007 noch fast jeder achte Entlassene aus dieser Personengruppe, waren es im vergangenen Jahr nur sieben Prozent. Jeder dritte Gekündigte arbeitet in der Pharma- und Chemie-Branche, fast jeder Fünfte bei Banken.

Lange Kündigungsfrist
Eine Entlassung ist laut Grass & Partner noch immer ein langwieriger Prozess. Im Vergleich mit 2007 verkürzte sich im vergangenen Jahr die durchschnittliche Dauer eines Outplacement-Prozesses von 5,3 auf 5,2 Monate. Wie das Zürcher Unternehmen schreibt, spiegle sich in diesem Wert zweierlei: Erstens ist die allgemeine Wirtschaftslage noch nicht voll durchgeschlagen, zweitens herrscht weiterhin Knappheit an qualifiziertem Personal.

Wer vor die Tür gesetzt wurde, nutzte im letzten Jahr seine Kontakte, um einen neuen Job zu finden. Networking sei mit 40 Prozent die weitaus häufigste Aktivität einer erfolgreichen Stellensuche, berichten die Outplacement-Spezialisten. Der Weg in die Selbstständigkeit wurde in 2008 nicht einmal von jedem Zehnten beschritten.

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Grass & Partner

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