IT-Freiberufler: Aussicht trübt sich ein

Der Anteil von externen Mitarbeitern in IT-Projekten stieg in den vergangenen fünf Jahre an. Mittlerweile ist offenbar ein Ende des Wachstums für die Freelancer in Sicht.

    

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» Von Mark Schröder, 19.08.2010 10:40.

Während vor fünf Jahren noch 25 Prozent der IT-Spezialisten auf eigene Rechnung arbeiteten, ist der Anteil Freiberufler in Projekten mittlerweile auf teilweise 50 Prozent gestiegen. Das ergaben Umfragen des IT-Projektdienstleisters Gulp. Im Jahr 2005 hatten 478 Freelancer geschätzt, in Firmenprojekten kommt auf einen Externen drei fest angestellte Mitarbeiter. In einer aktuellen Umfrage auf www.gulp.de sagten 76 Selbstständige aus, dass der Freiberufleranteil in ihrem letzten Projektteam bei über 50 Prozent lag.

Der gestiegene Anteil Freiberufler in Projektgruppen zeichnete sich vor fünf Jahren ab. Nun ist offenbar eine gewisse Sättigung erreicht. Schätzten im Jahr 2005 noch 58 Prozent der Befragten, dass künftig der Anteil Freelancer zunehmen wird, teilen heute nur noch 27 Prozent diese Ansicht. Von einem gleichbleibenden Personenmix gingen vor fünf Jahren 22 Prozent aus, heute sind es 45 Prozent. Allerdings hat sich das Verhältnis zwischen Festangestellten und Freiberuflern mittlerweile auch zugunsten der Freien verschoben. Kaum Änderungen gab es bei dem Trend zur Festanstellung: 2005 sahen 20 Prozent eine Chance auf einen fixen Arbeitsvertrag, aktuell sind es noch 15 Prozent.

Gründe für den Einsatz von Freiberuflern
Die Argumente, mit denen IT-Leiter finanzielle Mittel für Freelancer bewilligt bekommen, haben sich in den letzten fünf Jahren nicht verändert. Heute wie damals zählt für Firmen zuallererst betriebswirtschaftliches Kalkül. Nach Meinung der IT-Freiberufler sind die drei wichtigsten Gründe für den Einsatz eines IT-Freiberuflers: der Verzicht auf langfristig bindende Verträge, das umgehend verfügbare Spezial-Know-how und die Möglichkeit, kurzfristig personelle Engpässe ausgleichen zu können, um Termine einzuhalten.


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