IT-Ausgaben 2010: IDC erwartet moderates Wachstum

Aufgrund des Wirtschaftsaufschwungs prognostizieren die Analysten von IDC für das kommende Jahr eine Wachstumsrate von 3,2 Prozent für die globalen IT-Ausgaben. Mit einem Marktvolumen von 1,5 Billionen US-Dollar wäre die Branche damit auf dem gleichen Stand wie im Jahr 2008.

  

» Von Harald Schodl, idg , 04.12.2009 12:06.

IDC zufolge werden die Segmente Hardware, Services und Software jeweils um zwei bis vier Prozent zulegen. Dabei werde das Hardware-Geschäft nach dem besonders schwierigen Jahr 2009 die höchsten Zuwächse verzeichnen, heisst es. Mehr als die Hälfte des IT-Neugeschäfts 2010 soll in den Schwellenländern erwirtschaftet werden: So werden in den BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China) Wachstumsraten zwischen 8 und 13 Prozent erwartet. Der Telekom-Sektor wird gemäss IDC um drei Prozent zunehmen, insbesondere durch einen Aufschwung der IP- und Datensegmente in den ausgereiften Märkten und starke Zuwächse im Mobilitätssektor in den Schwellenländern.

Wenn die IT-Ausgaben wieder das Niveau vor der Rezession erreicht haben, werde der Wandel im Jahr 2010 überall in der IT-Branche zu spüren sein, so die IDC-Experten. Den stärksten Transformationstreiber würden dabei Cloud Services und das Verbrauchsmodell (Consumption Model) darstellen. Bei den Cloud-Applikationsplattformen - dem für nächsten 20 Jahre strategisch wichtigsten Teil des Cloud Computings - wird es zu einem harten Kampf im Markt kommen, erklären die Analysten. Aber auch für öffentliche IT Cloud Services, private Clouds, Cloud Appliances und hybride Cloud Management Tools würden sich gute Chancen ergeben. Cloud APIs (Application Programming Interface) entwickeln sich IDC zufolge zum neuen entscheidenden Faktor im Cloud Partner-/Lösungs-Ökosystem.

Mobile Endgeräte auf dem Vormarsch
Auch mobile Endgeräte werden nach Angaben der Analysten beim Umbau der Branche eine grosse Rolle spielen, da sie immer stärker mit PC um die Rolle als primäre Client-Plattform rivalisieren - und zwar für Entwickler und Anwender gleichermassen. Bis zum Jahresende werden über eine Milliarde Mobilgeräte Zugang zum Internet haben, so die IDC-Prognose. Unter anderem soll die steigende Beliebtheit von Smartphones die Zahl nach oben treiben. Die wachsende Anzahl mobiler Geräte führe wiederum zu einer explosionsartigen Zunahme an mobilen Applikationen; die Menge der iPhone Apps soll sich beispielsweise auf 300'000 verdreifachen, Android Apps sogar um das Fünffache oder mehr zulegen. Im Netbook-Markt würde sich dasselbe Phänomen abzeichnen. Neu lancierte Software-Ökosysteme führen zu optimierter Performance und Nutzbarkeit dieser beliebten Geräte, erläutert IDC.

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