Interview: «HP kämpft um jeden Mitarbeiter»
» Von , 10.10.2008 09:36. Letztes Update, 10.10.2008 09:47.
IDG: Notebooks boomen, aber wie schauts im Desktop-Bereich bei HP aus?
Borgo: Allen Unkenrufen zum Trotz legt HP grossen Wert auf das Desktop-Geschäft. Wir investieren hier kräftig und bringen innovative Produkte auf den Markt. Denn viele Grosskunden verzichten bewusst auf den Wechsel zu Notebooks. Sie bevorzugen die Eigenschaften der Desktops. Beispielsweise wollen viele nicht, dass Daten auf den Notebooks der Mitarbeitenden das Gebäude verlassen.
IDG: Welche Lösungen für Grosskunden bietet HP im Bereich GreenIT, um auch in diesem Zukunftsmarkt eine wichtige Rolle zu spielen?
Borgo: HP ist schon seit der Gründung vor ziemlich genau 70 Jahren bestrebt, seine Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft wahrzunehmen. Das haben uns unsere Gründer Bill Hewlett und Dave Packard praktisch in die Wiege gelegt. Nun ist GreenIT plötzlich in der ganzen Branche in aller Munde. Diese allgemeine Sensibilisierung ist zwar gut, aber es birgt auch die Gefahr, dass viel Schaum geschlagen wird. Dabei sind insbesondere die Vorgaben und Erwartungen im Grosskundengeschäft sehr klar. Wer die Vorgaben nicht erfüllt, geht bei Ausschreibungen schlicht leer aus.
IDG: Das heisst im Klartext?
Borgo: Wichtig ist die Transparenz: Also etwa, wie hoch die Energieaufnahme und Energieabgabe ist. Man kann sich leicht vorstellen, um welchen Energiebedarf es bei einer Ausschreibung von rund 1000 Arbeitsplätzen geht, wenn man die Leistungsaufnahme auf 90 oder 190 Watt spezifiziert. HP ist gerade bei Grossprojekten der Meinung, dass die Rechenleistung und auch die Daten im Rechenzentrum zentralisiert werden sollten. Denn nur so lassen sich effiziente Stromsparmassnahmen auch verwirklichen. Der Benutzer hat im Idealfall noch einen Thin Client als Arbeitsgerät vor sich, die Datenverarbeitung, Wartung der Geräteflotte etc. findet im Rechenzentrum statt. Ausser der deutlich steigenden Sicherheit für das Unternehmen haben wir gemessen, dass die Firma dadurch zwischen 30 bis 40 Prozent der anfallenden Energiekosten sparen kann. Und das Beste daran: Das Ganze kann sich bereits ab einer Grösse von 100 Arbeitsplatzrechnern lohnen.






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