Intel jagt Arm

Mit dem Moorestown-Chip will Intel im Smartphone- und Tablet-Markt dem Hauptkonkurrenten Arm wichtige Anteile abjagen.

Einer der Prototyp-Geräte, in dem der Atom Z6 von Intel arbeitet
  

» Von Jens Stark, 05.05.2010 09:04. Letztes Update, 05.05.2010 09:13.

Intel hat den lange erwarteten Atom-Prozessor für Smartphones und Tablet-PC lanciert, der unter der Bezeichnung Moorestown entwickelt wurde. Der Chip-Riese hofft, mit dem jüngsten x86-Halbleiterkind sich besser in dem Markt verankern zu können. Im Gegensatz zum PC-Geschäft, wo Intel eine dominante Rolle als CPU-Lieferant spielt, haben bei den Smartphones und Tablets andere Halbleiterfirmen die Nase vorn. So werden hier viele Geräte mit Prozessoren von Arm ausgeliefert. Sogar der Chip im iPad basiert auf dem Design von Arm.

Das angekündigte Chip-Paket basiert auf der Prozessorlinie Atom Z6. Es weist einen Chip mit einem einzigen Rechenherz auf, der mit den Taktfrequenzen 1,2 Gigahertz und 1,9 Gigahertz läuft. Daneben weist das Ensemble einen Grafikchip auf, der das Abspielen von HD-Videos erlaubt.

Im Gegensatz zu den stromfressenden Desktop-PC-Prozessoren soll Moorestown sparsam sein. Nach Angaben von Intel kann ein Smartphone mit dem Atom Z6 zehn Tage im Standby-Betrieb verbringen, bis die Batterie wiederaufgeladen werden muss. Surft man im Web oder schaut sich Videos an, muss bereits nach fünf Stunden nach einer Steckdose Ausschau gehalten werden.

Derzeit sind allerdings nur Prototypen von LG und OpenPeak mit dem jüngsten Intel-Chip bestückt worden. Aber in der zweiten Hälfte des Jahres sollen erste Smartphones und Tablets auf Moorestown-Basis erhältlich sein, verspricht Intel.

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