Intel betritt neue Märkte

Völlig überraschend hat der Chip-Riese Intel angekündigt, den Sicherheitsspezialisten McAfee für 7,68 Milliarden Dollar zu kaufen. Damit verlässt Intel erstmals sein angestammtes Hardware-Terrain.

» Von Heinrich Vaske, 23.08.2010 09:38. Letztes Update, 23.08.2010 09:40.

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Heinrich Vaske ist Chefredaktor unserer deutschen Schwesterpublikation Computerwoche.

Der McAfee-Kauf ist die grösste Übernahme in der 42-jährigen Unternehmensgeschichte von Intel. Zudem ist es ein Schritt, der die gesamte Wallstreet in Aufregung versetzt hat: Intel greift tief in die Firmenkasse und legt 60 Prozent mehr auf den Tisch, als McAfee zum Zeitpunkt der Ankündigung an der Börse wert war. Wieder einmal versucht einer der ganz grossen IT-Player, über sein angestammtes Terrain hinaus neue Märkte zu adressieren und Chancen in einem lukrativen, schnell wachsenden Marktsegment zu ergreifen.

Aufgeschreckt sind nicht nur die Anleger, sondern auch die Wettbewerber. Was bedeutet es für den Markt, wenn der Quasimonopolist im Prozessorgeschäft nun auch Sicherheits-Software anbietet? Dass Intel durchaus rigide vorgeht, wenn es darum geht, eigene Marktanteile zu sichern, hatte sich in dem vor zwei Wochen beendeten Kartellprozess gezeigt, in dem Intel vorgeworfen worden war, PC-Hersteller unter Druck zu setzen, damit sie ausschliesslich die Chips des Marktführers einsetzten.

Schwieriger Spagat für Intel


Entsprechend schwierig stellte sich nun die Kommunikation für Intel dar: Auf der einen Seite galt es, die Wettbewerbshüter zu beruhigen und deutlich zu machen, dass es zu keinen Koppelmassnahmen von Chip-Technik und Sicherheits-Software kommen werde, die Konkurrenten wie Symantec in Schwierigkeiten bringen könnten. Auf der anderen Seite wollen Investoren und Pressevertreter eine logische Story hören, warum der Chip-Gigant und der Security-Spezialist zueinander passen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: «Synergien zwischen dem Chip- und dem Security-Business»

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