HP: Finanzergebnisse und Durchhalteparolen
Hewlett-Packard (HP) hat die Finanzdaten für sein drittes Quartal bekannt gegeben. Interims-CEO und CFO Cathie Lesjak gab bei der Präsentation Durchhalteparolen von sich.
» Von , 20.08.2010 10:57. Letztes Update, 20.08.2010 11:00.
Der Computerriese hat ein gutes drittes Quartal hinter sich. Der Umsatz steigt um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und zwar auf 30,7 Milliarden Dollar. Auch der Gewinn konnte von 1,7 auf 1,8 Milliarden Dollar zulegen.
Alle Abteilungen von HP liegen im Plus. Am Besten läuft es im Server-Geschäft. Hier kann die Firma um 19 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar wachsen. Das Wachstum beruht dabei hauptsächlich auf x86-Servern, denn die High-end-Rechner auf Itanium-Basis mussten Federn lassen. Gegenüber dem Vorjahr sinkt deren Umsatz um 15 Prozent.
HPs Personal Systems Group, die PC und Notebooks verkauft, kann derweil um 17 Prozent auf 19,9 Milliarden Dollar zulegen. Weniger wachsen können dagegen die Abteilungen für Drucker mit neun Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar und Dienstleistungen mit einem Prozent auf 8,6 Milliarden.
Angesichts der Turbulenzen rund um den geschassten CEO Mark Hurd versuchte Lesjak die Gemüter zu beruhigen. "Die 300'000 Angestellten von HP, das Führungsteam und ich schauen nach vorne und nicht zurück", meint Lesjak. "Wir sehen ausserordentliche Möglichkeiten vor uns und wir arbeiten mit Hochdruck daran, diese auch zu ergreifen", ist sie überzeugt.
Derzeit sei ein spezielles Team daran, einen neuen, permanenten CEO für den Computerriesen zu finden. Sie selbst habe keine Ambitionen, den Posten auf Dauer zu übernehmen.
Hurds Abgang bleibt im Gerede
Derweil bleiben der Abgang von Hurd und die näheren Umstände, die dazu führten, ein Thema. Vor allem der in den Augen von vielen nichtige Grund - falsch abgerechnete Spesen im Zusammenhang mit einer Affäre - gibt Anlass zu weiteren Spekulationen. So schreibt Joe Nocera, Kolumnist der New York Times, dass der Verwaltungsrat nach einer Ausrede gesucht habe, um Hurd loszuwerden. Dieser sei nämlich sehr unbeliebt gewesen, will er wissen. Auch bei der Belegschaft sei Hurd zutiefst "verachtet" worden, heisst es. Grund seien die knallharten Sparmassnahmen samt Entlassungen gewesen, die mit Nichten vor der Tür des CEO halt gemacht hätten. Denn Hurd gönnte sich selbst 72 Millionen Dollar an Entschädigungen für die letzten zwei Jahre.







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