Handy-TV-Konzession geht an Swisscom

Swisscom konnte sich dank der besseren Netzabdeckung gegen ihre Konkurrenz durchsetzen und erhält die Konzession fürs Handy-TV.

Mobil-TV-CEO Bruno Bucher ist enttäuscht über die Entscheidung der Comcom.
  

» Von Harald Schodl, 28.09.2007 11:00.

Mit grosser Spannung wurde die Vergabe der Konzession der Eidgenössischen Kommunikationskommission (Comcom) für mobiles Fernsehen erwartet. Neben der Swisscom hat mit Mobil TV (Motv) eine weitere Bewerberin ihr Interesse an der digitalen Technik bekundet. Motv hat zusammen mit der deutschen Telekom-Gigantin T-Systems Media&Broadcast ein ausgeklügeltes Konzept auf die Beine gestellt. Swisscom hat schlussendlich den Zuschlag bekommen, da einzig sie die geforderte Abdeckung von 44 Prozent der Bevölkerung bis zum Start der Fussball Europameisterschaft 2008 gewährleisten konnte. Zwar soll Comcom-Präsident Marc Furrer gegenüber dem Motv-CEO Bruno Bucher zugegeben haben, dass das Motv-Konzept bessere Inhalte verspricht, doch die Netzabdeckung sei von grösserer Bedeutung gewesen.

Die Konzession ist für 10 Jahre gültig und umfasst 12 Versorgungsgebiete, welche die gesamte Schweiz abdecken. Zu den Bedingungen der Comcom gehören zudem, dass bis 2012 rund 60 Prozent der Gebiete mit Handy-TV versorgt werden. Mindestens 70 Prozent der Kapazitäten müssen für die Verbreitung von Fernsehprogrammen genutzt werden, die restlichen 30 Prozent stehen also für eigene Anwendungen frei.

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