Grosse Sicherheitslücke in DNS-Software

In der DNS-Software BIND 9 ist ein Sicherheitsleck entdeckt worden, das zum Pharming ausgenutzt werden kann.

    

» Von Harald Schodl, 27.07.2007 11:51.

Bei jeder Browseranfrage an einen Webserver mit BIND 9 wird die eingegebene URL in eine IP-Adresse umgewandelt. Dafür wird eine angeblich zufällige 16-Bit-Transaktions-ID verwendet. Laut den Sicherheits-Experten von Trusteer ist diese zufällige ID jedoch vorhersehbar. De facto bedeutet dies, dass der Hacker im BIND-Cache falsche Informationen hinterlegen kann und somit Anwender ungewollt auf vom Cyberkriminellen bestimmte Seiten lenken kann. Schätzungsweise 80 Prozent aller DNS-Server arbeiten mit BIND 9. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass eine solche Attacke vom Virenschutz nicht erkannt werden kann. Ein Patch der BIND-Betreuerin Internet Systems Consortium ist bereits veröffentlicht worden.

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