Grossbritannien plant Überwachungsdatenbank

Die Regierung von Grossbritannien will eine Datenbank einführen, mit deren Hilfe Sicherheitsbehörden und Geheimdienste auf die gesammelten Telefon- und E-Mail-Verbindungsdaten der Bevölkerung zugreifen können.

Mit der geplanten Überwachungsdatenbank sollen Geheimdienste Zugriff auf die gesammelten Telefon- und E-Mail-Daten der britischen Bevölkerung erhalten.
  

» Von Harald Schodl, 17.10.2008 12:16.

Mit der Datenbank sollen britische Behörden zudem einen Einblick in persönliche Nutzerdaten von verschiedenen Internetdiensten wie beispielsweise Facebook, Auktionsseiten wie eBay oder von Onlinespielen erhalten. Wie die Zeitung "Telegraph" berichtet, ist eine Erkenntnis der Geheimdienste Hintergrund des Vorstosses. Diese hatten herausgefunden, dass Kriminelle und Terroristen zunehmend das Internet und seine Dienste für unbemerkte Kommunikation benutzen. Dabei würden besonders kostenfreie soziale Netzwerke missbraucht werden.

"Die Einrichtung einer Verbindungsdatenbank, die von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten eingesehen werden kann, ist ein lebensnotwendiger Schritt für Grossbritannien. Nur so kann unser Land die Fähigkeit zur Terrorbekämpfung weiter aufrecht erhalten", erklärt die britische Innenministerin Jacqui Smith. Die Opposition und Bürgerrechtsgruppen protestieren hingegen heftig gegen die Überwachungspläne.

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