Google Street View: Datenschützer fordert Schliessung

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb) Hanspeter Thür fordert Google auf, den Online-Dienst Google Street View für die Schweiz unverzüglich vom Netz zu nehmen.

Der Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür überlegt sich rechtliche Schritte gegen Google.
  

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» Von Jens Stark, 24.08.2009 15:55. Letztes Update, 24.08.2009 16:08.

Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung ebenso wie eigene Nachforschungen hätten gezeigt, dass Google Street View die Auflagen zum Schutz der Privatsphäre, die der Edöb vorgängig definiert habe, nicht erfülle, meint Thür in einer Mitteilung. Konkret seien zahlreiche Gesichter und Autonummern gar nicht oder nur unzureichend verwischt gewesen. Thür fordert Google auf, das Produkt nachzubessern und sicherzustellen, dass die veröffentlichten Aufnahmen im Einklang mit der Schweizer Rechtsordnung sind. Thür hat vor, sich mit Google zu treffen. Sollte dies nichts fruchten, plant er, rechtliche Massnahmen einzuleiten.

Tatsächlich sind auf Street View in der Schweiz hie und da Autonummern und Gesichter zu sehen, die nicht von der Anonymisier-Software verwischt worden sind. Allerdings muss Google auch zu Gute gehalten werden, dass Reklamationen recht schnell bearbeitet werden. So hat Computerworld.ch kurz nach dem Start des Dienstes eine Strassenansicht in Zürich beanstandet, auf der die Software eindeutig vergessen hatte, die Gesichter einer Frau und eines Kindes unkenntlich zu machen. Wenige Tage nach der Beanstandung waren die entsprechenden Stellen von Google stark verpixelt worden.

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