Google erwartet von Anwendern mehr Eigenverantwortung

Peter Fleischer, Googles Privacy Counsel, fordert Nutzer dazu auf, im Internet verstärkt auf ihre Privatsphäre zu achten.

    

» Von Harald Schodl, 30.04.2008 08:46.

Gemäss einem Bericht der Wochenzeitung ,,Die Zeit" erwartet Fleischer, dass Anwender in der digitalen Welt ihre Privatsphäre künftig besser managen. Ausserdem müssen sie lernen, wann sie anonym bleiben wollen und wann sie identifiziert werden möchten, so der Datenschutzbeauftragte des Internetkonzerns. Des Weiteren sollten User bestehende Schutzeinstellungen verwenden. Bei personalisierten Services hätten Google-Anwender die darin festgelegten Datenschutzrechte, wie eine Korrektur der persönlichen Daten und eine allfällige Löschung. Zudem meint Fleischer, dass sich Google an die europäischen Datenschutzrichtlinien halte und ein Handel mit Daten nicht dem Geschäftsmodell der Suchmaschinenbetreiberin entspreche. Die Entwicklung von weltweit gültigen Standards hält er ausserdem für dringend notwendig.

Im Sommer 2007 beanstandeten europäische Datenschützer, dass der Suchmaschinenprimus möglicherweise gegen europäische Datenschutzbestimmungen verstosse. Infolge dessen beschränkte das Unternehmen die Speicherfrist von Suchanfragen auf 18 Monate. Datenschützer fordern allerdings eine Frist von einem halben Jahr.

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