Google-China-Streit: Brin richtet sich an Obama
» Von , 24.03.2010 13:12.

Am Hauptsitz von Google China wird dem Suchmaschinisten von Unbekannten mit Blumen für seine Haltung gedankt.
Brin enttäuscht von Microsoft
Brin kritisierte in diesem Zusammenhang insbesondere den Google-Erzrivalen Microsoft. "Von ihnen bin ich ganz besonders enttäuscht", sagte der dem "Guardian". "So weit mir bekannt ist, haben sie praktisch keinen Marktanteil - sie haben sich also mehr oder weniger gegen Meinungsfreiheit und Menschenrechte ausgesprochen, einfach um Google Kontra zu geben."
Microsoft-Gründer Bill Gates hatte kurz nach Bekanntwerden der Hacker-Angriffe aus China auf Google und andere US-Unternehmen im US-Fernsehen die Zensur in China als "sehr begrenzt" bezeichnet. "Sie müssen entscheiden: Wollen Sie sich an die Gesetze der Ländern halten, in denen Sie präsent sind oder nicht?" hatte Gates in der ABC-Show "Good Morning America" gefragt. "Falls nicht, machen Sie dort irgendwann wahrscheinlich keine Geschäfte mehr."
Die Hoffnung auf Veränderungen in China hat Brin aber offenbar noch nicht aufgegeben. "Ich hoffe, das politische System in China entwickelt sich so weiter, dass wir uns dort wieder direkter einbringen können", erklärte der Google-Mann. "Ich hoffe, das führt uns auf einen Weg, wo sich die Türen wieder weiter öffnen." Je mehr Unternehmen wie Google nur noch ausserhalb der "Great Firewall" erreichbar seien, desto grösser werde der Druck auf China werden.






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