Expertin: Schweiz kommt bei eHealth voran

Ein eHealth-Gesetz bringt neue Dynamik in die Schweizer eHealth-Bestrebungen. Diese Meinung vertritt Maria Nadj-Kittler, Business Development Director vom Anbieter iSoft.

    

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» Von Mark Schröder, 28.09.2009 11:07. Letztes Update, 28.09.2009 11:08.

Der Schweizer eHealth hinkt im europaweiten Vergleich zurück, meint Maria Nadj-Kittler, die beim Lösungsanbieter iSoft für das Business Development in Europa verantwortet. Allerdings mangle es nicht an der Verfügbarkeit der Lösungen und auch die Bereitschaft zum Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien sei vorhanden. Etwa würden von rund 25 Spitälern - darunter dem Schweizer Paraplegiker Zentrum in Nottwil und dem Euromedic-Diagnostikzentren in Brig - iSoft-Lösungen für Labore und die Radiologie genutzt.

In Vergangenheit war die Schweiz mit ihren 380 Spitälern nahezu ein gekapselter Markt, auch, «weil man es sich leisten konnte», berichtet die iSoft-Managerin. Um die überwiegend von einheimischen Anbietern entwickelten Bestandslösungen an aktuelle Vorgaben wie «Diagnosis Related Groups» (DRG) anzupassen, bedürfe es aber immensem Aufwand. So schrieb der eHealth-Steuerungsausschuss von Bund und Kantonen Mitte August den Herstellern vor, Gesundheitsanwendungen müssten in Zukunft in das IHE-Framework (Integrating the Healthcare Enterprise) passen.

Die Radiologie-Software iSoft Pacs
Die Radiologie-Software iSoft Pacs
Internationaler eHealth-Standard
Der IHE-Standard bildet laut Nadj-Kittler einen Rahmen, um den problemlosen Austausch von Gesundheitsdaten über Anwendungs-, Spital- und Ländergrenzen hinweg zu ermöglichen. Die Expertin begrüsse, dass sich die Verantwortlichen in Bern und den Kantonen auf den internationalen Standard geeinigt haben. «Projekte sind heute nicht mehr begrenzt auf ein Spital, sondern haben regionalen oder landesweiten Charakter», betonte Nadj-Kittler. Zum Beispiel lieferte iSoft dem britischen National Health Service (NHS) Software für 40 Millionen Patienten. Das Kantonsspital Luzern nutzt kantonsweit die Radiologielösung aus dem Hause des australischen Herstellers.

Um eHealth voran zu bringen, sei nach Auffassung der Business-Development-Spezialistin auch ein landesweites Gesetz nützlich. «Die Schweiz wird sich extrem entwickeln, ohne eHealth-Gesetz verlangsamt sich aber die Dynamik», sagte Nadj-Kittler der Computerworld.

Links zu diesem Artikel:
iSoft
Integrating the Healthcare Enterprise
ehealthsuisse

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