Einer von zehn Bewerbern schummelt

Schweizer Bewerber sind grösstenteils ehrlich. Nur für eine kleine Minderheit kommen Schönfärbereien im Lebenslauf in Frage. In den Nachbarländern sind die Kandidaten ebenfalls verlässlich.

  

» Von Mark Schröder, 12.10.2009 09:09.

Die Referenzen sind perfekt, das Anschreiben liest sich flüssig, allein im Lebenslauf klafft eine Lücke von einem halben Jahr. Hier ist die Versuchung gross, einfach ein Praktikum bei einem renommierten Unternehmen zu erfinden. Allerdings lehnt das die grosse Mehrheit der Arbeitssuchenden in der Schweiz strikt ab. Wie eine nicht repräsentative Umfrage des Karriereportals Monster unter 257 Schweizern ergab, halten sich 86 Prozent an die Fakten. Dagegen haben acht Prozent bei ihren Fremdsprachen- und PC-Kenntnissen zu dick aufgetragen. Sechs Prozent der Befragten haben in Vergangenheit schon einmal ein Praktikum erfunden.

Von den gut 4750 befragten Arbeitnehmern in Deutschland und Österreich legen 85 respektive 87 ausschliesslich korrekte Bewerbungsunterlagen vor. Jeweils 10 Prozent der Befragten schummelten bei PC- und Fremdsprachenkenntnissen. Dagegen gaben nur 5 und 3 Prozent an, in Vergangenheit schon einmal mit einem Praktikum geprahlt zu haben, das sie nie absolvierten.

«Gefüllte Lücken oder falsche Zeugnisse werden oft entdeckt. Dies trübt dann nicht nur das Arbeitsverhältnis, sondern kann ein Kündigungsgrund sein», warnt Falk von Westarp, Chef von Monster Schweiz.

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Monster Schweiz

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