Datenschutz in der Schweiz ist nur knapp genügend
Laut der ersten repräsentativen Umfrage zum Thema Datenschutz sind die Schweizerinnen und Schweizer nicht besonders glücklich mit der aktuellen Situation.
In Sachen Datenschutz hat Herr und Frau Schweizer bei den Behörden weniger bedenken als bei der Privatwirtschaft.» Von , 27.01.2009 10:01.
Pünktlich zum morgen stattfindenden «3. Europäischen Datenschutztag» stellt die Vereinigung Privatim die Ergebnisse der ersten repräsentativen Datenschutz-Umfrage der Schweiz vor. Der Privatim gehören über dreissig meist städtische und kantonale Datenschutzbeauftragte aus der ganzen Schweiz an.
Die Resultate
Mitte Januar wurden 1006 Schweizerinnen und Schweizer im Alter zwischen 15 und 74 Jahren zum Thema Datenschutz befragt. Drei Viertel der befragten Personen betrachten Datenschutz als eine wichtige bis sehr wichtige Angelegenheit. Besonders ausgeprägt war diese Ansicht bei der «Generation Web», also den Umfrageteilnehmenden zwischen 15 und 34 Jahren.
Wer sich noch an den Fichenskandal vor 20 Jahren erinnert, den vermag Herr und Frau Schweizer allerdings zu überraschen: Mit dem Vertrauen in behördliche Organisationen ist es scheints wesentlich besser bestellt als mit jenem in die Privatwirtschaft. Einige Beispiele: 87 Prozent der Befragten trauten der Polizei einen ausreichenden Schutz der Personendaten zu. In ähnlich positivem Licht werden Spitäler (82 Prozent) und Einwohnerämter (81Prozent) gesehen. Privatim vermutet den Hauptgrund dafür in den strengen datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen, denen Ämter und Behörden unterworfen sind.
Das grösste Misstrauen hingegen herrscht gegenüber Telekommunikationsunternehmen (54 Prozent), Kreditkartenfirmen (44 Prozent) und Krankenkassen (22Prozent).

Bruno Baeriswyl, Präsident von Privatim, präsentiert die Umfrageergebnisse.
Links zu diesem Artikel
Wikipedia-Beitrag zum Schweizer Fichenskandal






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