Amazons Super-Gau: Cloud Computing am Ende?

Totalausfall bei Amazon EC2: Kundendaten gingen unwiderbringlich verloren. Was ist passiert, und wer traut sich jetzt noch in die Cloud? Die Analyse der Katastrophe, Auswirkungen auf den Schweizer Markt.

  

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» Von Michael Kurzidim , 29.04.2011 15:32.

Gründonnerstag, den 21. April, ging Amazon in die Knie. Dem Totalausfall der EC2-Services folgten massive Performance-Probleme, die bei einigen Kunden bis zum Sonntagmorgen anhielten. Was eine solche Superpanne finanziell für ein Unternehmen bedeutet, kann sich jeder Schweizer Geschäftsführer an allen zehn Fingern selbst ausrechnen.

Ursache der Probleme war, so meldete Associated Press, der Ausfall eines Amazon-Rechenzentrums in der Nähe des Dulls Airports am Stadtrand von Washington. Die Systeme hätten verrückt gespielt und jede Menge unnützer Backups auf die Platten gespült, sickerte durch. Von den Gerüchten am Wahrscheinlichsten (Amazon hat sich offiziell noch nicht geäussert): Ein mehrtägiger Ausfall deutet auf eine ernsthafte Hardware-Panne, also etwa einen Platten-Crash, hin. Software-Fehlfunktionen lassen sich in der Regel schneller fixen.

Vor Kurzem rutschte Amazon schon einmal in die Schlagzeilen, nachdem der Cloud-Dienstleister auf seinen Servern gespeicherte Wikileaks-Dateien vom Netz genommen hatte. Hackerkreise waren «not amused» und schmiedeten Rachepläne, aber auch Geschäftskunden stellten sich wieder einmal die Frage: Wie sicher sind meine Daten eigentlich in der Cloud (wenn ein Provider sie auf Anweisung einfach vom Netz nehmen kann)?

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