Botnetze: http mutiert zur Sicherheitslücke

Die Zahl der Zombie-Rechner bleibt weltweit auf konstant hohem Niveau. Mitverantwortlich sind Infektionen beim Besuch einer präparierten Site.

  

» Von Bruno Habegger, 01.11.2007 13:52.

Die Armee der Zombie-PCs sei kaum in den Griff zu bekommen, sagt ein Sprecher des Sicherheitsunternehmens G DATA. Nach Erfahrungen des Unternehmens werden täglich mehr als 500000 PCs neu infiziert und als Zombie in eines der zahlreichen Botnetze eingebunden. Mehr als 50 Prozent der Infektionen gingen dabei auf das Konto von Drive-by-Downloads.

Spam diene bei diesem Verbreitungskonzept lediglich dazu, Anwender auf verseuchte Internetseiten zu locken. Vollkommen unbemerkt starte dann im Hintergrund ein Trojan-Downloader, so Ralf Benzmüller, Leiter G DATA Security Labs zur deutschen Fachzeitschrift Computerwoche. Entsprechende Links fänden sich verstärkt in Communities und Diskussionsforen. Grund: Inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass man mit E-Mail-Anhängen vorsichtig umgehen muss. Problematisch sei, dass viele Sicherheitsprogramme den http-Traffic nicht untersuchten.

So bleibt die Zahl der Zombie-Rechner weltweit auf einem hohen Niveau. G DATA schätzt, insgesamt stünden mehr als acht Millionen PCs unbemerkt vom Eigentümer aktiv im Dienste von Kriminellen.

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