Berufseinsteiger gefährden IT-Sicherheit

Wenn die Internetgeneration ins Berufsleben einsteigt, erwartet sie mehr Freiheiten am IT-Arbeitsplatz. Darauf müssen sich Unternehmen einstellen.

    

» Von Mark Schröder, 11.02.2010 12:00.

Wenn die heutigen Schüler und Studenten in den Job starten, bleibt am PC-Arbeitsplatz kein Bit auf dem anderen. Die Berufsanfänger erwarten modernste IT-Ausstattung und unbeschränkten Zugriff auf soziale Netzwerke und Chatprogramme. Auch wollen sich die Juniors nicht von rigiden Sicherheitsvorgaben gängeln lassen. Diese Prognosen macht das Managementberatungsunternehmen Accenture aufgrund einer weitweiten Umfrage unter circa 5600 Personen im Alter zwischen 14 und 27 Jahren.

Die Ergebnisse: Für mehr als jeden dritten Berufseinsteiger (37%) ist ein schlecht ausgerüsteter Computerarbeitsplatz ein Grund, einen Job nicht anzutreten. Mehr als jeder Zweite (55%) will auch im Beruf per Instant Messenger chatten, 45 Prozent ein soziales Netzwerk wie Facebook für die Kommunikation mit Kunden und Kollegen nutzen.

Im weltweiten Vergleich fordern die Befragten aus dem asiatisch-pazifischen die meisten Freiheiten, gefolgt von den Nordamerikanern und Brasilianern. Europäische Schüler und Studenten geben sich bescheiden; der Anteil, der hohe Anforderungen an den Bürorechner und die Internetanwendungen stellt, liegt bei allen drei Fragen unter dem weltweiten Durchschnitt.

IT-Sicherheit in Gefahr
Die gewünschte Freizügigkeit der Internetgeneration am Arbeitsplatz steht im Gegensatz zu den strikten IT-Sicherheitsvorgaben von Unternehmen. Zwei von drei Berufsanfängern ist das allerdings gleichgültig. Sie verstossen aus Unverständnis oder Unwissenheit gegen Security-Richtlinien.

«Den veränderten Umgang mit Technologie können Unternehmen nicht ignorieren», mahnt Gary Curtis, oberster Technologie-Stratege bei Accenture. «Organisationen, die sich nicht darauf einstellen, schrecken qualifizierten Nachwuchs ab. So geht ihnen Potenzial für technologische Innovation durch die Lappen und sie riskieren den Verlust von Wettbewerbsvorteilen.»

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Accenture

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