Android-Smartphone gehackt

Es galt lange als unhackbar: das Android-Smartphone. Jetzt belehren Security-Experten an der Hackerkonferenz Black Hat in Las Vegas die Welt eines besseren.

Anthony Lineberry von Lookout ist es gelungen Root-Rechte über Android-Smartphones zu erhalten.
    

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» Von Jens Stark, 30.07.2010 10:10.

Wie die Firma Lookout Mobile Security an der Konferenz zeigte, sind Android-Smartphones sogar in mehrfacher Hinsicht verwundbar. Eine der Schwachpunkte ist die Anwendung "Jackeey Wallpaper". Mit dieser lässt sich nicht nur das Android-Handy mit einem schmucken Hintergrundbild verschönern. Wie Lookout-CEO John Herring demonstrierte, ist es mit der Applikation zudem möglich, Passwörter, die Browser-History, die Abo-ID des Benutzers, die Nummer der SIM-Karte und SMS-Texte abzugreifen.

Doch damit nicht genug: In einer weiteren Vorführung konnte gezeigt werden, wie Android-Smartphones von den beiden US-Providern Sprint und Verizon komplett von Hackern übernommen werden können. Dabei benutzten die Lookout-Vertreter bekannte Lücken im Linux-Betriebssystem, das Android zu Grunde liegt. "Hierdurch erhält man Root-Rechte", sagt Anthony Lineberry von Lookout. "Das bedeutet, man kann mit dem Smartphone anstellen, was immer man will", ergänzt er.

Möglich wird die Attacke über präparierte Applikationen, die etwa auf der App-Plattform Android Market angeboten werden könnten. Installiere das Opfer dann dieses Programm, könnten Hacker sein Smartphone übernehmen, meint Lineberry. Mit den Hacks habe man unter anderem zeigen wollen, dass der gute Ruf von Android als sicheres Handy-Betriebssystem übertrieben sei.

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