2009: Was tut sich im Business-Software-Markt?
» Von , 30.12.2008 11:44.
o SAP: Die Wartung wird für den Konzern auch 2009 ein beherrschendes Thema sein. Auch muss er darlegen, wie es mit dem Hoffnungsträger "Business ByDesign" weitergeht. Zudem steht ein Major Release der "Business Suite" an, die auf einer neuen Plattform aufsetzt und Bestandteile von Business Objects enthält. Viel schwerer als neue Software zu entwickeln ist aber, die durch das leidige Thema "Enterprise Support" gestörte Beziehung zu den Kunden wieder zu kitten, und das gleichzeitig mit dem Führungswechsel im Topmanagement.
o Infor: Der Anbieter muss seine Versprechen, bestehende Lösungen über ERP-Komponenten zu modernisieren, in die Tat umsetzen und weiter um das Vertrauen der Bestandskunden kämpfen. Was noch immer fehlt, ist ein für die Industriebetriebe taugliches CRM-Produkt. Man darf gespannt sein, ob Infor diese Lücke 2009 schliesst.
o Sage: Mit "ERP X3" will der Anbieter ins internationale ERP-Geschäft. Das ist Neuland für den Konzern, birgt aber Potenzial. Die Sage-Bäurer-Kunden werden die Strategie genau verfolgen. Wachstumspotenzial hat das Unternehmen mit dem breiten CRM-Angebot.
o Microsoft: Ende 2008 hat das Unternehmen mit Dynamics NAV eine überarbeitete ERP-Plattform geliefert, die in Sachen Benutzeroberfläche Massstäbe setzt. Microsofts Herausforderung sind aber vor allem die Partner: 2009 und in den folgenden Jahren muss der Anbieter sie dazu bringen, ihre eigenen Lösungen an die neue ERP-Umgebung anzupassen und sich stärker auf Branchen zu spezialisieren. Eine weitere Aufgabe besteht für den Anbieter darin, Dynamics AX hierzulande besser zu etablieren.
o Oracle: Noch immer bleibt im Dunkeln, was aus den "Fusion Applications" wird. Ob Oracle 2009 den Schleier lüftet? Im Applikationsgeschäft wird der Konzern versuchen, Firmen mit etablierten ERP-Backbones Ergänzungsbausteine beispielsweise für CRM und Product-Lifecycle-Management zu verkaufen. Weitere Übernahmen sind nicht ausgeschlossen.
o Daneben werden die zahlreichen anderen Hersteller ihre Produkte ebenfalls weiterentwickeln. Software-Architekturen mit Web-Services-Unterstützung, moderne Clients sowie integrierte Geschäftsdatenanalyse dürften bei vielen Anbietern auf der Agenda stehen.







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