Welche Kompetenzen braucht ein CIO?

Der klassische CIO hat ausgedient. Der Chief Information Officer verwandelt sich zum Chief Integration Officer mit Geschäftsleitungsfunktion. Zudem wird es in zehn Jahren nicht mehr nur eine IT-Abteilung, sondern zwei geben: eine für die Technik und eine für die Prozesse.

Das klassiche Rollenbild des CIOs gibt es nicht mehr. Gefragt ist ein Spagat zwischen Technik + Business.

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» Von Susann Klossek , 01.06.2012 15:40.

Vom modernen CIO wird viel erwartet. Er soll nicht nur IT-Services kostengünstig zur Verfügung stellen und akute IT-Prob­leme lösen, sondern auch Verständnis für Geschäftsprozesse sowie Firmenstruk­turen aufbringen und obendrein auch noch mit Innovationen aufwarten, die das Unternehmen vorwärtsbringen. Wie unsere Swiss-IT-Umfrage gezeigt hat, sind die Ansprüche, die Schweizer Unternehmen an ihre IT-Chefs stellen, sehr hoch.
Welche Kompetenzen erwartet das Management aber nun konkret vom idealen CIO – und welchen Anspruch stellen die CIOs an sich selbst?

Erwartungsgemäss fordern die von un­serem Umfragepartner, der Kadervermittlung Experteer, befragten Manager eine hohe Kom­petenz beim technischen Know-how ein. Diese hohe Messlatte wird in zwei anderen Disziplinen jedoch noch höher gelegt. Obwohl CEOs und CFOs ihren IT-Chefs bisher nur ungern eine Schlüsselrolle bei der Festlegung der Geschäftsstrategie zugestanden haben (vgl. Computerworld 1/2012, Swiss CFO), erwarten sie von ihren IT-Verantwortlichen in erster Linie ausgeprägte Führungsqualitäten, ergänzt von tiefgreifenden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen. Interessanterweise erachten auch die CIOs betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Führungsqualitäten für die eigene Position als ausgesprochen wichtig – viel wichtiger sogar als technisches Know-how oder ein gutes Kontaktnetzwerk (Grafik 1).


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