Studie: Schweizer erleben Digitalsierung der Arbeitswelt positiv

» Von Jens Stark , 10.04.2017 07:54.

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Digitale Kommunikation führt nicht zu besseren Entscheiden

Gemäss knapp der Hälfte der Befragten hat sich die Führung von Mitarbeitenden verändert: «Es wird mehr auf räumliche Distanz und mittels digitaler Kanäle geführt», erklärt Sarah Genner. «Selbstführung wird dabei zunehmend wichtig. Zudem wird noch mehr über Identifikation und Zielvereinbarungen geführt.» Viele Organisationen legen Wert auf ein lernförderliches Klima. 72 Prozent der Befragten sagen, dass ihre Vorgesetzten dafür sorgen, dass sie ihre digitalen Kompetenzen weiterentwickeln können. In Teams wird am häufigsten über E-Mail, in Meetings oder mittels informellen Absprachen kommuniziert. Neuere digitale Kanäle wie Instant-Messaging-Programme, Skype oder Slack, aber auch das Telefon werden vergleichsweise wenig genutzt. Dank digitalen Medien fühlen sich viele Arbeitnehmende zwar besser informiert. Die Entscheide werden dadurch aber weder besser, noch werden sie im Arbeitsalltag effizienter umgesetzt, so das Feedback der Befragten. Auch bei der Weiterbildung hält die Digitalisierung Einzug. 55 Prozent möchten sich künftig in einem Blended-Learning-Format weiterbilden, in dem Präsenz-Kurse und digitale Lernformen gemischt sind. In der Personalrekrutierung haben sich Social-Media-Kanäle bereits durchgesetzt.

 

IAP-Studie «Der Mensch in der Arbeitswelt 4.0»

Die Digitalisierung prägt und verändert unsere Arbeitswelt. Das IAP Institut für Angewandte Psychologie hat Fach- und Führungspersonen in der Schweiz befragt, wie sie dies erleben und beurteilen. Von den rund 630 befragten Personen stammen ein Drittel aus KMUs und zwei Drittel aus Grossunternehmen. Zwei Drittel der Befragten haben Führungsaufgaben und 70 Prozent haben mindestens einen Fachhochschulabschluss. 45 Prozent der Befragten sind männlich und 55 Prozent weiblich. Das Durchschnittsalter beträgt 45 Jahre.

Die Studie kann hier heruntergeladen werden.

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KOMMENTARE

NIls Gomroth: 26-09-17 14:48

"Die durch die Digitalisierung verursachten Veränderungen werden von vielen als eher positiv empfunden." Das spannende an der Sache ist, dass die Veränderungen sehr unterschiedlich sind. Sprich: es gibt Veränderungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Arbeitswelt. Angefangen in bestimmten Prozessen, Arbeitsprozessen, Sprache... ja auch die Sprache hat sich dahingehend angepasst. Neue Prozesse führen zu der Verwendung neuer Begriffe. Durch die Digitalisierung und Einflüsse von der Globalisierung sind natürlich auch viele englische Begriffe in unseren Sprachgebrauch gelangt.

Aber wie gesagt, es wird alles digital. Heutzutage ist die Verwendung von Computer und Internet gar nicht mehr vorstellbar. Früher gab es das Fax, heute die Mail und Instant Messages. Es ist auch erkennbar, dass vermehrt der Einsatz von Software eingeführt werden - auch in der Industrie. Wie beispielsweise die Verwendung von Kalibriersoftware, mit der man dann solche Gerätschaften wie das mc5 ( https://www.beamex.com/de/beamex-mc5/ ) bedienen kann. Es ist einfach spannend zu sehen, was alles passiert. Wer hätte vor 10, 20 Jahren gedacht, dass sich die Welt so entwickelt wie sie es gerade tut. Und noch viel spannender ist doch zu sehen, was noch alles passieren wird, oder nicht?

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