Schweizer Banken unsicher bei Digitalisierung

» Von Mark Schröder , 05.01.2017 16:07.

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Anders als in früheren Ausgaben des «Bankenbarometers» werden die Regulierungsanforderungen aber nicht mehr als die Aufgabe mit der höchsten Priorität angesehen. Von der Finma fokussierte Massnahmen zur Cyber Security und das Risikomanagement stehen zwar auf den Agenden der Banker. Aber zum Beispiel die Digitalisierung hat einen höheren Stellenwert. Die Umfrageteilnehmer haben offenbar Routine darin erworben, ihre Systeme an die Vorschriften anpassen zu müssen. Besserung ist für sie nicht in Sicht: Nur 11 Prozent (im Vorjahr 3 Prozent) rechnet mit weniger Regulierung bis 2020. 

Beim Konkurrenzdruck erwarten die Banken allerdings sehr wohl eine Veränderung. Mehr als die Hälfte der Befragten sehen die Marktstellung der Banken durch branchenfremde Anbieter bedroht. Geht es nach den Umfrageresultaten, wird die Gefahr immer grösser: Nach 56 Prozent Zustimmung im Vorjahr glauben jetzt sogar 67 Prozent, dass 2020 – notabene in drei Jahren – ein Player wie Apple oder Google die Schweizer Banken konkurrenziert. 

Wie EYs Toepfer sagte, sind damit weniger Zahlungslösungen wie Apple Pay & Co. gemeint, sondern vielmehr ausgewählte (margenträchtige) Teile des Anlagegeschäfts oder der Vermögensverwaltung. «Die Digitalisierung erleichtert branchenfremden Konkurrenten den Markteintritt und kann die bereits seit Jahren sinkende Loyalität der Kunden weiter schwächen», sagte er.

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