IT-lern fehlen die passenden Fähigkeiten

» Von Susann Klossek , 27.04.2017 07:00.

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Fehlende Fachkenntnisse sind das eine, die Zeit, die es dauert, neue Qualifikationen zu erwerben, das andere. Die IT-Entscheider nannten dies als einen der Hauptgründe dafür, dass sie Geschäftsanforderungen nicht (mehr) erfüllen können. In der Konsequenz bleibt manch Unternehmen hinter der Konkurrenz zurück und verliert Kunden. Der Mangel an Talenten führe zudem dazu, dass neue Technologien nicht effizient implementiert werden könnten, die Mitarbeiterzufriedenheit sinke und das Unternehmen Markanteile verliere (vgl. Grafik 1). Auch das derzeitige politische Klima erschwert es, neue Mitarbeitende mit passenden Fähigkeiten einzustellen. Weltweit sehen das 43 Prozent der Studienteilnehmer so, in den USA waren es sogar 52 Prozent.

Eigenverantwortung

Der Bedarf, mehr Zeit in IT-Fortbildung zu investieren, ist in den letzten Jahren gestiegen. Derzeit werden rund 22 Prozent der Arbeitszeit dafür aufgewendet. Je nach Land variiert die für Weiterbildung zur Verfügung gestellte Zeit. In Deutschland etwa sind es drei, in Singapur vier Stunden pro Woche. Laut Studie schränken vor allem Budget- und Zeitmangel die Fortbildungsbemühungen der IT-Abteilungen ein (vgl. Grafik 2).

67 Prozent gaben an, dass mehr Geld in Weiterbildung zu investieren das beste Mittel gegen das Qualifikationsdefizit sei. Bremsklotz ist hier oft der Unternehmensvorstand. Oft würde dieser Fortbildungsmassnahmen noch als Kostenverursacher statt als Gewinn wahrnehmen. Zeit- und Budgetmangel vorzuschieben, ist allerdings nur eine Seite der Medaille. IT-Profis müssen auch selbst für ihre Weiterbildung Sorge tragen und mehr Eigenverantwortung für ihre berufliche Zukunft übernehmen, um die Möglichkeiten, die neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) und das Internet der Dinge (IoT) bieten, zu nutzen. Mehr hier.

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KOMMENTARE

Marvin S.: 31-05-17 13:39

Es fühlt sich aber auch irgendwie unfair an. Die IT ist wesentlich komplexer als fast alle anderen Tätigkeiten im Unternehmen und ist dem stärksten Wandel unterlegen und dann fragt der BWLer, der sich alle halbe Jahr mal eine neue Theorie oder ein leicht verändertes Betriebsrecht merken muss warum die Firma in der Digitalisierung hinterher hinkt. Aber Gott bewahre, dass man mal nur ein bisschen mehr als ein Durchschnittsgehalt ausgibt um wirklich gute Leute ins Boot zu holen...

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