Die Zukunft der Arbeit? – Keine Ahnung!

Statt echtem Kulturwandel betreiben viele Unternehmen hinsichtlich New Work nur kosmetische Korrekturen.

» Von Susann Klossek , 20.06.2017 11:14.

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Viele Unternehmen haben das Trendthema New Work auf ihrer Agenda, wenn man genauer hinschaut, beschäftigen sich die meisten aber eher nur oberflächlich damit, wie sie die Arbeit in Zukunft gestalten wollen. Das Beratungsunternehmen Kienbaum hat für seinen so genannten New Work Puls Check 112 Firmen zum Status Quo und zu ihren Zukunftsplänen, wie sie künftig arbeiten wollen, befragt.

«Wer New Work will, muss seine Kultur und Führung kritisch hinterfragen. Vertrauen und Transparenz sind essenziell», sagt Fabian Kienbaum, Co-CEO von Kienbaum Consultants International. In der Realität erlauben zwar viele Unternehmen ihren Mitarbeitern von zu Hause aus zu arbeiten. Ihre Unternehmenskultur entwickeln sie aber nicht weiter.

Immerhin haben zwei Drittel bereits Massnahmen ergriffen, um New Work zu etablieren. Hier sind meist Geschäftsführung oder auch die Personalabteilung involviert. Marketing und Organisationsentwicklung bleiben aber oft noch aussen vor. Und: Etwa die Hälfte setzt auf ein offenes und flexibles Bürokonzept mit tätigkeitsbezogenen Arbeitsplätzen, die frei wählbar sind.

«Viele Unternehmen beschäftigen sich mit New Work, aber oft fehlen noch der ganzheitliche Ansatz und der Spirit, New Work zu leben», erklärt Kienbaum. Denn nur jedes vierte Unternehmen setzt auf Initiativen zur Kulturveränderung und auf eine stärkere Werteorientierung. In nur jeder fünften Firma werden neue Führungsmodelle angewendet, die den Mitarbeitern mehr Freiheit und Mitgestaltung erlauben. Hier ist noch einige Luft nach oben.


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