Schweizer Konzerne setzen auf Facebook
Mittlerweile tummeln sich beinahe alle eidgenössischen Grossunternehmen im Social Web. Viele Konzerne bewegen sich allerdings nach wie vor ohne einer entsprechenden Strategie auf Facebook, Twitter, YouTube und Co.

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» Von , 13.02.2012 14:27.
Mehr als 90 Prozent der grössten Schweizer Unternehmen engagieren sich inzwischen im Social Web. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 29 Prozent, so das Ergebnis der Studie «Schweizer Grossunternehmen im Social Web 2012» von Hutter Consult und Barbara Kunert sowie der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich.
Besonders hoch im Kurs steht bei helvetischen Firmen nach wie vor Facebook. Entsprechende Profile im momentan grössten Social Network pflegen 68 Prozent der eidgenössischen Konzerne. Dahinter folgen YouTube mit 66 Prozent und Twitter mit 53 Prozent. Interessant: Gegenüber dem Vorjahr haben die Videoplattform und der Mikroblogging-Dienst bei der Gunst der Anwender stark zugelegt. YouTube konnte seine Relevanz mehr als verdoppeln und Twitter seinen Stellenwert gleichzeitig beinahe um 100 Prozent erhöhen.
Tägliche Pflege
32 Prozent der befragten Grossunternehmen pflegen den Facebook-Auftritt täglich, 19 Prozent mindestens einmal wöchentlich. Twitter wird von 24 Prozent jeden Tag und von 23 Prozent mindestens einmal im Monat gepflegt. Das ist etwas überraschend. Schliesslich gilt der Mikroblogging-Dienst als Kanal für besonders schnelle Kommunikation. Laut der Studie hat sich die tägliche Pflege der Twitter-Auftritte gegenüber dem Vorjahr aber immerhin mehr als verdoppelt.
YouTube wird hingegen generell weniger regelmässig mit neuen Infos gefüttert. «Vermutlich weil die Bereitstellung von Filmmaterial mit einem wesentlich höheren Aufwand finanzieller und personeller Art verbunden ist», heisst es in der Studie. 28 Prozent der befragten Unternehmen pflegen ihren YouTube-Kanal nur mindestens einmal monatlich. Täglich wird YouTube lediglich von 2 Prozent beackert, 19 Prozent tun dies zumindest einmal pro Woche.
Höherer Personaleinsatz
Mittlerweile verfügen der Studie zufolge 68 Prozent der Schweizer Grossunternehmen über entsprechende Personalressourcen für Social-Media-Aktivitäten. Das sind um 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders aktiv eingebunden sind dabei aktuell die Abteilungen Kommunikation (83 Prozent), Marketing (72 Prozent) und Personal (51 Prozent). Überraschend: Erst mit grossem Abstand folgt Customer Service (19 Prozent).
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